Einsetzender Regen stoppt Wallenstein-Theater

Die unvollendete Aufführung...

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Angsteinflößend sollen die Lanzen seiner Krieger dem Volk die Macht vor Augen führen.

Memmingen - Einer der zahlreichen Höhepunkte der Wallensteinwoche ist jeweils das Theater auf dem Marktplatz, in dem die Geschichte des Generalissimus mit seinem Gefolge in der Zeit seines Memminger Aufenthalts anno 1630 den Bürgern hautnah vor Augen geführt wird. Wochenlange Proben der ehrenamtlichen Laienschauspieler sind notwendig, um die Vorführung authentisch und publikumswirksam einzuüben. Ärgerlich ist es allerdings, wenn mitten in der Vorführung das Wetter umschlägt und wegen einsetzenden Regens die Vorstellung vorzeitig abgebrochen werden muss, wie heuer am ersten Spieltag am Sonntag Abend.

Die Kulisse am Marktplatz ist jedes Mal beeindruckend und geht den Zuschauern unter die Haut, wenn die Protagonisten des Fischertagvereins alle vier Jahre die Geschichte anno 1630 wieder aufleben lassen. Wenn Schauspieler mit ihren historischen Gewändern in die damalige Zeit eintauchen, um den Bürgern die Wirren des dreißigjährigen Krieg vor Augen zu führen. In eine Zeit, in der Generalissimus Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland, Mecklenburg und Sagan auf seinem Marsch durch das Schwäbische Land auch die Stadt Memmingen besuchte und das Volk in Angst und Schrecken versetzte. Die Wallensteinspiele sind in Europa einmalig und ziehen nicht nur viele Einheimische und Bürger aus der Region in ihren Bann, sondern sind eine einzigartige Touristenattraktion, die auch viele ausländische Gäste in die Stadt bringt. Schade, dass die erste Vorstellung in diesem Jahr nicht ganz ausverkauft war und einige Plätze frei blieben, denn die Schauspieler zeigten wieder eine beeindruckende Leistung, was die Besucher auch mit viel Applaus quittierten. Leider machte das Wetter an diesem ansonsten warmen Sommertag Schauspielern und Besuchern einen Strich durch die Rechnung. Nach der Pause setzte -wie schon so oft in diesem „Sommer“ - der Regen ein, so dass sich die Spielleitung gezwungen sah, die Vorstellung unvollendet vorzeitig abzubrechen. Bleibt zu hoffen, dass bei den weiteren Vorstellungen (am heutigen Mittwoch, Freitag, Samstag und dem abschließenden Sonntag, jeweils um 20.15 Uhr) der Wettergott ein Einsehen hat und das sehenswerte Stück dann auch bis zum Schluss aufgeführt werden kann! (jw)

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