Erhalt des denkmalgeschützten Hauses noch unklar

Denkmalgeschütztes Färberhaus: Dachstuhl muss Stein für Stein abgetragen werden

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In diesem Korb werden die einzelnen Ziegel des Dachstuhls nach und nach abgetragen.
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Memmingen - Die Arbeiten am einsturzgefährdeten Dachstuhl des denkmalgeschützten Gebäudes in der Zangmeisterstraße 26 (wir berichteten) konnten am Samstag, 26. April, um 7 Uhr wieder aufgenommen werden. Auch am Sonntag und den darauffolgenden Tagen gingen beziehungsweise gehen die Arbeiten weiter.

Zunächst haben Facharbeiter in einem am Kran hängenden Arbeitskorb den Fachwerksparren mit einem sogenannten „Windrispenband“ aus Metall gesichert. Es folgte die stückweise Abtragung des Kamins und des Mauerwerks mit dem Ziel, den Giebel auf der Ostseite vom benachbarten Haus wegzuziehen. Die Arbeiten auf der Baustelle wurden auch am Sonntag fortgeführt. Oberbürgermeister Manfred Schilder gab bekannt, dass die Sperrung des gegenüberliegenden Dekanatsgebäudes mit der Nummer 13 am Samstagvormittag aufgehoben werden konnte. Auch die Parkplätze am Westertorplatz wurden nach der Kranaufstellung wieder freigegeben.

Zangmeisterstraße weiterhin gesperrt

Die Sperrung der Zangmeisterstraße ab der Einmündung Martin-Luther-Platz bis zum Westertor bleibt bestehen.

Gebäude in keinem guten Zustand

Nach Informationen von Julia Mayer von der Pressestelle der Stadt ist der einsturzgefährdete Kamin mittlerweile komplett entfernt, der Dachstuhl wird weiter Stein für Stein in mühevoller Arbeit abgetragen. Hauptproblem ist wohl die Statik, nächstes Ziel ist die Sicherung des Ostgiebels, um möglichst bald das daneben liegende Haus Nummer 24 wieder freigeben zu können. 

Ob das Haus in seiner Gesamtheit erhalten werden kann, ist zur Zeit nicht klar, das müsse der Statiker entscheiden. Insgesamt sei das Haus in keinem guten Zustand, so Oberbürgermeister Manfred Schilder. Dennoch wolle man natürlich versuchen, das historische, denkmalgeschützte Gebäude, wenn irgendwie möglich, zu erhalten. 

Die Bewohner sind nach wie vor entweder in von der Stadt zur Verfügung gestellten Notunterkünften oder Privat untergebracht. (MK)

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