Unterschriften sollen bis Freitag beisammen sein

Bürgerinitiative: Endspurt beim Bahnhofsareal

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So - oder so ähnlich - soll das Memminger Bahnhofsareal laut Investor Ten Brinke in Zukunft aussehen. Nicht alle sind damit einverstanden.

Memmingen – Die Bürgerinitiative „Zukunft bf/4“ hat ein neues Etappenziel: Bis Freitag, 8. März, will sie genügend Unterschriften gegen die Bahnhofsarealpläne sammeln. Unterstützung kommt nun auch von den Grünen.

Diese Woche sind die Mitglieder der Initiative zusätzlich an verschiedenen Stellen in der Stadt unterwegs, um die letzten Unterschriften zu sammeln.Am Freitag ist aber noch nicht alles vorbei: Auch am Samstag, 9. März, steht von 10 bis 14 Uhr noch ein Infostand am Memminger Theaterplatz. Die Verantwortlichen bitten alle Memmingerinnen und Memminger, die noch Listen bei sich zuhause haben, diese bis Donnerstag, 7. März, im Konnex (Marktplatz 9-10) abzugeben, beziehungsweise dort in den Briefkasten zu werfen.

In einer schriftlichen Stellungnahme drückt der Kreisverband Memmingen von Bündnis 90/Die Grünen seine Unterstützung für die Bürgerinitiative aus. Der bisherige Entwurf für das Bahnhofsareal würde städtebaulich nicht überzeugen. „Diese Gestaltung lädt nicht zu einem Spaziergang in die Altstadt ein, sie stellt keinen architektonischen Bezug zur MEWO Kunsthalle auf der gegenüberliegenden Seite her und begeistert nicht. Der Entwurf entspricht nicht ausreichend den Richtlinien, die der Memminger Stadtrat im Jahr 2014 aufstellte. Dadurch bleiben die Chancen für eine nachhaltige gute Stadtentwicklung ungenutzt“, heißt es in der Stellungnahme.

Der vom Stadtrat geforderte „attraktive Stadteingang“ sei nach Ansicht der Grünen nicht erkennbar. Sie befürchten stattdessen mehr Lärm, eine stärkere Luftverschmutzung und eine verschärfte Verkehrssituation in der Bahnhofstraße. Sie fordern „mehr Charakter– eine moderne und mutige Unverwechselbarkeit, die in Zukunft Memmingen genauso symbolisiert wie schöne historische Gebäude“. Die vom Stadtrat geforderte „hochwertige und offene Architektur“ sei im Entwurf von Ten Brinke nicht gegeben.

Der niederländische Investor macht den Grünen generell Sorgen, solle doch das ganze Areal an ihn verkauft werden. Die Zukunft des Quartiers hänge nach Ansicht der Grünen dann von Ten Brinke ab, einem Investor, der gewinnorientiert handeln müsse. „Wir möchten, dass zuerst das Konzept steht und dann der oder die Investoren gesucht werden und nicht umgekehrt“, schreiben die Grünen in ihrer Stellungnahme. „Mit einer Zukunftswerkstatt der Stadt gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern des Quartiers ließe sich ein Konzept entwickeln, das erneuerbare Energien nutzt, barrierefrei ist, ein fortschrittliches Verkehrskonzept unterstützt, das offener und einladender ist und ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges 'Eingangstor' zu unserer geschichtsträchtigen Stadt bildet.“ (MK)

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