Das Eigenheim auf fremdem Grund bauen

Erbbaurecht, eine Alternative zum eigenen Grundstück? Vorteile, Nachteile und Risiken

Herumwirbelnde Geldscheine
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Massivhaus Boxler - die Baubetreuung aus dem Allgäu

Der Bauboom ist nach wie vor ungebrochen und dadurch ebenso die Nachfrage an Baugrundstücken. Nicht nur die Immobilienpreise befinden sich derzeit auf hohem Niveau, auch die Grundstückspreise sind in den letzten Jahren förmlich explodiert. Eine Alternative zum Grundstückskauf bietet das Erbbaurecht, auch Erbpacht genannt. Doch beim Bauen auf einem gepachteten Grundstück gibt es für Bauherrinnen und Bauherren einiges zu beachten.

Was bedeutet das Erbbaurecht?

Wer auf einem Erbbauland baut, der kauft das Grundstück nicht, sondern pachtet es für eine vertraglich vereinbarte Laufzeit, die allerdings nicht gesetzlich vorgeschrieben ist - in der Regel für eine Dauer von 99 Jahren. Wenn beide Seiten (Grundstückseigentümer und Erbbauberechtigter) zustimmen, kann der Pachtvertrag nach Ablauf der Frist verlängert werden. Endet der Vertrag jedoch, wie vereinbart, dann geht die Immobilie an den Grundstückseigentümer über. Dieser muss dem Erbpächter hierfür eine angemessene Entschädigung bezahlen.

Meist wurde aber bereits im Vorfeld vertraglich ein gegenseitiges Vorkaufsrecht des Grundstücks geregelt. So kann für den Fall, dass eine der beiden Parteien ihr Eigentum veräußern möchte, die andere das Erbpachtgrundstück in ein „normales“ Grundstück umwandeln. Rechte, Mitspracherecht oder Wiederverkauf - offene Punkte sollten vertraglich von einem Notar klar geregelt werden. Die Erbpacht wird beim zuständigen Amtsgericht ins Grundbuch eingetragen, außerdem gibt es einen Eintrag ins Erbbaugrundbuch.

Welche Vorteile bietet die Erbpacht für Bauherrinnen und Bauherren?

Der größte Vorteil ist sicherlich finanzieller Art: die Kosten für den Grundstückskauf fallen weg. Im Allgemeinen stehen die Kosten von Grundstückskauf und Hausbau im Verhältnis 40:60. Auch die lange Laufzeit spielt eine Rolle, da sich in der Regel erst die Enkel oder Urenkel Gedanken machen müssen, ob sie das Haus behalten oder verkaufen möchten. Obwohl das Eigenheim auf einem fremden Grundstück steht, haben Bauherrinnen und Bauherren das umfassende Besitzrecht. Sie können es verkaufen, vermieten und natürlich auch vererben, wie jede andere Immobilie. Auch eine Beleihung des Gebäudes ist möglich und kann mit einer Hypothek belegt werden. Allerdings hat der Besitzer des Erbpachtgrundstückes die Möglichkeit, notariell festschreiben zu lassen, dass er für eine Beleihung seine Einwilligung geben muss oder kann sich ein Mitspracherecht beim Um- oder Anbau des Gebäudes sichern. 

Massivhaus Boxler: Impressionen

Beispielhäuser der Firma Massivhaus Boxler
Impressionen verschiedener Häuser-Modelle © Massivhaus Boxler
Beispielhäuser der Firma Massivhaus Boxler
Impressionen verschiedener Häuser-Modelle © Massivhaus Boxler
Beispielhäuser der Firma Massivhaus Boxler
Impressionen verschiedener Häuser-Modelle © Massivhaus Boxler
Beispielhäuser der Firma Massivhaus Boxler
Impressionen verschiedener Häuser-Modelle © Massivhaus Boxler

Kosten und Risiken

Wie der Name Erbpachtgrundstück schon sagt, bezahlt der Eigenheimbesitzer dem Grundstückseigentümer eine Art Miete, den sogenannten Erbbauzins. Dessen Höhe richtet sich nach dem Wert des Baulands und kann monatlich, pro Quartal, halbjährlich oder jährlich fällig werden. Bei der Kalkulation sollte soweit wie möglich berücksichtigt werden, dass der Erbbauzins in vertraglich festgelegten Intervallen an den vom Statistischen Bundesamt ermittelten Verbraucherpreisindex (VPI) angepasst wird. Diese automatischen Steigerungen können die Häuslebauer über Jahrzehnte gesehen teurer kommen, als der eigentliche Kauf des Grundstückes. Nicht außer Acht lassen sollten Erbpächter, dass sie trotzdem, obwohl ihnen das Grundstück nicht gehört, alle Kosten tragen, die für die Nutzung des Grundstücks anfallen, wie beispielsweise Grunderwerbsteuer, Erschließungskosten sowie Grundsteuer und Abwassergebühren gehen zu ihren Lasten. Nicht zu vergessen: Die Erbpacht hat ein Ablaufdatum. Wollen ihre Erben nach Ablauf die Pachtdauer verlängern, kann dies bedeuten, dass die Erbbauzinsen deutlich angehoben werden, da ein neuer Pachtvertrag vereinbart werden muss, falls der zwischenzeitliche Grundstückseigentümer (evtl. sogar eine Erbengemeinschaft) einer Verlängerung überhaupt zustimmt.

Auch der Wiederverkauf der Immobilie kann sich schwieriger gestalten, als wenn das Gebäude auf einem eigenen Grundstück gebaut wurde. Das Thema Erbpacht schreckt viele potentielle Käufer ab. Was zur Folge haben kann, dass das Haus möglicherweise unter Wert verkauft werden muss. Der Bau eines Eigenheims auf einem Erbpachtgrundstück bietet zahlreiche Vorteile, aber auch Nachteile und Risiken, deshalb ist für angehende Bauherrinnen und Bauherren eine gute Beratung unverzichtbar.

Die Traumimmobilie Wirklichkeit werden lassen

Ob eigenes Grundstück oder Erbbaugrundstück, ist der passende Baugrund gefunden, kann mit der Realisierung des Haustraumes begonnen werden. Mit Massivhaus Boxler in Ottobeuren finden Bauherrinnen und Bauherren ein Bauunternehmen, das eine äußerst flexible, individuelle und kreative Lösung für ihr Traumhaus anbieten kann. Hier gibt es keine Typenhäuser oder Standardgrundrisse. Dank des eigenen Planungsbüros wird jedes Haus ein Unikat und individuell auf dem eigenen Grundstück geplant und mit Handwerkern aus der Region realisiert. Seit über vier Jahrzehnten plant und verwirklicht der Generationenbetrieb den Traum von den eigenen vier Wänden. Ob Ziegelhaus, Holzhaus oder eine Kombination aus beiden Bauweisen: Massivhaus Boxler garantiert in jedem Fall eine grundsolide handwerkliche Ausführung.

Massivhaus Boxler
TB Massivhaus GmbH
Bahnhofstraße 49 + 60
87724 Ottobeuren
Telefon: +49 08332/93001
Telefax: +49 08332/93060
Mail: info@massivhaus-boxler.de

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