In Ottobeuren eröffnet Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth

"Ägypten im Unterallgäu"

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Nach der Eröffnung bot sich die Gelegenheit das neue Museum zu besichtigen.

Ottobeuren - Am vergangenen Wochenende hat die Marktgemeinde den Neubau des "Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth eröffnet. Zeitgleich wurde die Vernissage der ersten Ausstellung gefeiert. Mit der Schau "Ägypten – Malerei und Skulptur von Diether Kunerth" sollen die ersten Besucher nach Ottobeuren gelockt werden.

Im Mittelpunkt der Eröffnung stand natürlich der Künstler selbst. Ganz dem Motto der ersten Ausstellung "Ägypten" ritt Diether Kunerth auf einem Kamel zur Museumseröffnung. Unter den rund 400 geladenen Eröffnungsgästen waren neben der Ottobeurer Geistlichkeit auch der frühere Finanzminister der Bundesrepublik Theo Waigel, der ehemalige bayerische Staatsminister Josef Miller, der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke, der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek und viele andere lokale Würdenträger. Als besonderen Gast war Prof. Dr. Mamdouh Eldamaty, der Botschaftsrat der Arabischen Republik Ägypten eingeladen. In den Grußworten wurde vor allem Josef Miller gedankt. Ohne seine Unterstützung gäbe es heute kein Museum, so die einhellige Meinung. Rund 5 Millionen Euro hat das Museum gekostet. 2,3 Millionen Euro kommen dabei als Zuschuss von der Europäischen Union, 1 Million Euro vom Freistaat Bayern, 180.000 Euro vom Bezirk Schwaben, 20.000 Euro vom Landkreis, 10.000 Euro von der Kurt und Felicitas Viermetz-Stiftung, 5.000 Euro vom Landesamt für nichtstaatliche Museen und natürlich steuerte auch der Markt Ottobeuren Geld bei - und das nicht zu knapp. Etwa 1,5 Millionen stellt die Marktgemeinde zur Verfügung. Der Museumsbau war dabei eine große Herausforderung für die Marktgemeinde Ottobeuren. Der ehrenamtliche Einsatz des Förderverein Kunst und Werk Diether Kunerth und die Zuschüsse von EU und Freistaat machten die Umsetzung erst möglich. Auf beinahe 2.000 Quadratmeter will man nun in wechselnden thematischen Ausstellungen das Werk Diether Kunerths einem nationalen und internationalen kunstinteressierten Publikum zugänglich machen. Dabei verfolgt das Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth einen ganzheitlichen künstlerischen und museumspädagogischen Ansatz: Architektur und Kunst sollen in einem intensiven Dialog und thematisieren das Verhältnis von Kunst und ihrem sozialen Umfeld in seinen wechselseitigen Bezügen. Ein großzügig angelegter, dem eigentlichen Museumsbau vorgelagerter Skulpturengarten will eine ästhetische Hinführung des Besuchers an die Kunst Diether Kunerths ermöglichen. Nach der Eröffnung am Samstag bot sich ein Tag der offenen Tür am Sonntag für einen intensiven Besuch des Museums an. Dieser wurde von vielen Besuchern genutzt, um sich einen Eindruck vom neuen Museum zu machen. Für die erste Museumswoche hat die Leitung außerdem schon ein Programm geplant. Alles Wissenswerte rund um das Museum, die Ausstellungen und die Hintergründe kann man sich auch online unter www.mzk-diku.de ansehen. (re)

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