Erstes Treffen des Lenkungsausschusses zur Klinikfusion zwischen Ober- und Unterallgäu

Klinikverbund als „realistische Perspektive“

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Vertreter der Aufsichtsgremien des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu und der Kreiskliniken Unterallgäu trafen sich zu einem gemeinsamen Lenkungsausschuss, um über die Möglichkeiten, Voraussetzungen und Ziele einer eventuellen Zusammenarbeit zu sprechen. Das Foto zeigt den Eingangsbereich des Klinikums Kempten.

Allgäu - Am Donnerstag trafen sich Vertreter der Aufsichtsgremien des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu und der Kreiskliniken Unterallgäu erstmalig zu einem gemeinsamen Lenkungsausschuss, um über die Möglichkeiten, Voraussetzungen und Ziele einer gemeinsamen institutionellen Zusammenarbeit zu sprechen.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Kreiskliniken Unterallgäu und des Klinikverbundes heißt es, „die Teilnehmer zeigten sich nach der Sitzung sehr zufrieden. Die Verhandlung fand in einer offenen, konstruktiven und zielorientierten Atmosphäre statt.“ Es herrschte demnach Einigkeit darüber, dass eine Stärkung der Krankenhauslandschaft im Allgäu dringend notwendig sei, um den Herausforderungen des Gesundheitswesens und den Vorgaben durch die Gesundheitspolitik auch langfristig erfolgreich begegnen zu können. Nur im Rahmen eines Zusammenschlusses mit einer engen medizinischen Kooperation der einzelnen Klinikstandorte sowie einer zielgerichteten Spezialisierung und Schwerpunktbildung könne die hochwertige und umfassende medizinische Versorgung für die Bevölkerung erhalten und weiter verbessert werden. 

Zielsetzung des neuen allgäuweiten Klinikverbundes sei es damit, den Patientinnen und Patienten aus der Region ein noch umfangreicheres medizinisches Angebot in der Region anzubieten. Darüber hinaus würde ein erweiterter Klinikverbund zum einen den weiteren Ausbau von qualifizierten Arbeitsplätzen im Allgäu sichern und zum anderen bei der Gewinnung von Fachkräften gemeinsam agieren. Memmingen mitnehmen Nach den neuesten politischen Entwicklungen in der Stadt Memmingen sehen die Mitglieder des Lenkungsausschusses darüber hinaus auch die Möglichkeit, den angedachten Klinikverbund Kempten-Oberallgäu-Unterallgäu in einem zweiten Schritt um das Klinikum der Stadt Memmingen zu erweitern. 

Zusammengefasst sind sich die Mitglieder des Lenkungsausschusses nach dem ersten Treffen einig, dass „ein gemeinsamer Klinikverbund zwischen Kempten, dem Ober- und dem Unterallgäu eine realistische Perspektive darstellt“. In einem nächsten Schritt gelte es nun, die Chancen und Risiken genauer zu bewerten und die wirtschaftlichen Detailüberlegungen und die juristischen Fragestellungen zu bearbeiten. (MK)

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