„Wir haben Europas Zukunft in der Hand“

Europabüro organisiert Multimedia-Show für Erstwähler

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Politologe Ingo Espenschied informierte die Jugendlichen mit seiner „Dokulive” Veranstaltung zum Thema „Das Europäische Parlament. Stimme der Bürger?“ über die Bedeutung der Wahl im Mai.

Memmingen - Seit über 70 Jahren herrscht in Europa Frieden. Um diesen Zustand zu erhalten und auch Erstwähler von der Bedeutung der Wahl zu überzeugen, hatte das Europabüro der Stadt Memmingen den Dipl. Politologen Ingo Espenschied zu einer „Dokulive” Veranstaltung zum Thema „Das Europäische Parlament. Stimme der Bürger?“ eingeladen. Rund 270 Schülerinnen und Schüler verfolgten gebannt die schulübergreifende Multimedia-Show in der Aula des Vöhlin Gymnasiums.

„Das politische Europa ist in einer tiefen Krise und das in einer Zeit, in der wir es mehr brauchen denn je“, zitierte Oberbürgermeister Manfred Schilder bei seiner Begrüßung den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. „Eine Krise ist ein Moment der Entscheidung. Deswegen ist es wichtig, sich am 26. Mai für ein weiterhin vereintes Europa zu entscheiden und wählen zu gehen. Wir haben Europas Zukunft in der Hand.“ 

Seit Juni 1979 ruft das Europäische Parlament alle fünf Jahre seine Bürgerinnen und Bürger an die Urnen, von denen es frei und direkt gewählt wird. Weiterhin betonte er auch den hohen Stellenwert der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Beide Länder bekräftigten 56 Jahre nach dem Elysée-Vertrag den nächsten Meilenstein ihrer Freundschaft durch die Unterzeichnung des Aachener Vertrages Ende Januar. Die Multimedia-Show über das Europäischen Parlament, seine Akteure, seine Aufgaben und Herausforderungen bot gerade den Erstwählern einen umfassenden Überblick. 

Der große Unbekannte in der EU

Gebannt verfolgten Schülerinnen und Schüler des Vöhlin und des Bernhard-Strigel-Gymnasiums, der FOS/BOS, der staatlichen Wirtschaftsschule und der Johann-Bierwirth-Schule sowie Auszubildende von Magnet Schultz und Hans Kolb Wellpappe den Vortrag über den „großen Unbekannten in der Europäischen Union“ von Espenschied. Auf einer großen Leinwand mit vielen Bildern, Interviews, historischen Filmen und selbst referierend informierte er über die Entstehung, Aufgaben, Kompetenzen und Handlungsspielräume des Europäischen Parlaments. Immer wieder appellierte er an die Jugendlichen: 

"Europa ist ein Prozess"

„Wir brauchen ein starkes Europäisches Parlament, um ein demokratisches und friedliches Europa haben zu können. Mit eurer Stimme könnt ihr etwas bewegen.“ Beeindruckend waren auch die Zahlen: 751 direkt gewählte Abgeordnete, davon 96 Deutsche, aus 28 Nationen vertreten über 500 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger in 24 offiziellen Amtssprachen. „Es kann nicht immer für alle passen. Viele nationale Interessen stehen bei einigen Entscheidungen im Vordergrund, aber die grundsätzliche Richtung stimmt“, so Espenschied. „Europa ist ein Prozess.“ 

Jede Stimme zählt

Am Beispiel Großbritanniens erläuterte er den Jugendlichen die Konsequenzen, wenn man nicht wählen geht: „Wer nicht zur Wahl geht, lässt andere über sich und seine Zukunft bestimmen.“ Alexandra Hartge, Leiterin des Europabüros schloss sich dem Appell der Vorredner an: „Es ist eure Zukunft und eure Chance. Geht am 26. Mai zur Wahl und gestaltet euer Europa, in dem ihr leben wollt.“  (MK)

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