112 und die fünf „W“

Europäischer Tag des Notrufs am 11. Februar

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Erste-Hilfe-Kurse können auch Spaß machen, aber vor allem retten sie Leben. Auch darauf soll der „Europäische Tag des Notrufs“ aufmerksam machen.

Allgäu – Sind Menschen schwer verletzt oder erkrankt, ist eine medizinische Versorgung notwendig. Besonders bei einer Bewusstlosigkeit oder einem Atemstillstand kommt es darauf an, frühzeitig den Rettungsdienst zu rufen, um eine schnelle notfallmedizinische Versorgung zu gewährleisten.

„Das Wählen der 112 ist dabei ein wichtiger Schritt in der Rettungskette. Nur so wird gewährleistet, dass die Erste Hilfe des Laien schnell von der professionellen Hilfe des Rettungsdienstes ergänzt wird“, erklärt Robert Gast, Rettungsdienstexperte der Johanniter im Allgäu. Die Rettungskette beschreibt dabei kurz und knapp die Tätigkeiten des Ersthelfers: 

  1. Schützen: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation und versuchen Sie, die Lage einzuschätzen. Dabei unbedingt beachten: Eigenschutz ist immer das oberste Gebot. 
  2. Melden: Wählen Sie die 112 und informieren Sie die Rettungskräfte. 
  3. Helfen: Kontrollieren Sie Bewusstsein und Atmung. Prüfen Sie, ob weitere Verletzungen vorliegen. Anschließend beginnen Sie mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt, muss in jedem Fall die 112 gewählt werden. Dazu gehören zum Beispiel Bewusstlosigkeit, ein Herz-Kreislauf-Stillstand, Probleme in der Brust wie schwere Atemnot oder ein Herzinfarkt. Gast, seit 18 Jahren im Rettungsdienst der Johanniter im Allgäu tätig, weist darauf hin: „Je besser die Rettungskette funktioniert, desto höher sind die Heilungschancen des Patienten. Daher sollte man, ob bei einem Unfall oder einem medizinischen Notfall, die Telefonnummer 112 wählen.“ Durch den Notruf wird der Rettungsdienst alarmiert. Die Rettungsleitstelle benötigt dazu folgende Angaben vom Anrufer: 

  • Wo ist es passiert? 
  • Was ist passiert? 
  • Wie viele Verletzte/ Erkrankte gibt es?
  • Welche Verletzungen/ Erkrankungen konnten Sie entdecken? 
  • Warten auf Rückfragen

Robert Gast rät: „Auch wenn das Unfallopfer auf den ersten Blick Unterstützung ablehnt, bleiben Sie am Unfallort, reden Sie mit dem Verunfallten und warten Sie ein paar Minuten ab. Sind Sie unsicher, wählen Sie die 112. Das professionelle Rettungsdienstpersonal kann die Situation besser einschätzen und transportiert den Patienten, wenn notwendig, gleich in ein Krankenhaus für weiterführende Untersuchungen.“ Um im Ernstfall schnell handeln und richtig helfen zu können, rät der Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. (MK)

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