Festabend der Europa-Union in Memmingen

Stabilitätsanker für Europa

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Europa-Union-Vorsitzender Burkhard Arnold.

Memmingen - Der Kreisverband Memmingen der Europa-Union feierte seinen alljährlichen Adventsabend mit Mitgliedern und Freunden in der Stadthalle. Auf dem Programm im festlich dekorierten Saal standen Rückblicke und Ausblicke auf die Entwicklung Europas, aber auch die Vorstellung Irlands hinsichtlich der geplanten Reise in dieses EU-Land im kommenden Jahr. Musikalisch umrahmt wurde die Feier mit original irischer Musik durch das Duo Anette Weber und Konstanze Kraus.

Obwohl es ein langer Abend werden sollte, hatten die zahlreichen Besucher genügend Ausdauer und harrten gerne bis zum Ende aus. Grund war wohl die vorweihnachtliche Atmosphäre sowie das immer wieder brillant aufspielende Damen-Duo mit ihren einfühlsamen Irischen Weisen. Der eine oder andere der Gäste fühlte sich dadurch auf die grüne Insel versetzt und schwelgte in Gedanken vermutlich im Reisefieber. Dabei ging es anschließend tatsächlich ums reisen. Nach der diesjährigen Fahrt in die Schweiz steht im kommenden Jahr eine zehntägige Informationsreise auf die grüne Insel Irland an. 

Klaus Degenhart, Inhaber der Amos-Reisen, war es vorbehalten, anschließend die bereits vorgezeichnete Irland-Rundreise den Gästen in allen Einzelheiten und schönsten Farben vorzustellen. Und obwohl der reich geschmückte Christbaum im Saal auf die Advents- und bevorstehende Weihnachtszeit aufmerksam machte, wähnten sich manche vermutlich bereits im Reisebus. 

Doch ganz ohne Politik ging es dann doch nicht. Nach einem Schwenk in die geschichtliche Entwicklung des kleinen EU-Landes, mit den Gegensätzen von Süd- und Nordirland und dem zwiespältigen Verhältnis Englands zu Irland, lenkte Europa-Unions Vorsitzender Burkhard Arnold den Blick auf den derzeitigen Zustand des vereinten Europa. „Seit zehn Jahren hat die Freiheit weltweit stark abgenommen“, so Arnold. „Die USA und Europa verlieren zusehends an Weltgeltung. Deutschland als Stabilitätsanker Europas muss diese Funktion behalten. Dabei muss die EU dringend reformiert werden, wenn sie nicht weiter auseinander driften soll. Und sie muss effizienter werden. Brüssel darf nur noch das regeln, was europaweit von allgemeinem Interesse ist. Anderes muss in die nationalen Parlamente zurückgeführt und dort entschieden werden“, betonte Arnold weiter. 

Nach einem typisch irischen Menü berichtete die stellvertretende Vorsitzende Brigitta Sailer über die verschiedenen Aktivitäten der Europa-Union im vergangenen Jahr, unter anderem über die Reise in die Schweiz und die Fahrt nach Straßburg und einiges mehr. Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh dankte in ihrem Grußwort der Europa-Union zunächst für ihre umfangreichen Aktivitäten, insbesondere auch mit Jugendlichen. Sie erinnerte unter anderem „an 70 Jahre Europa ohne Krieg“, ein Zustand, den es in der Vergangenheit noch nie gegeben hat. „Das, was eine Gesellschaft zusammenhält, das ist der Gemeinsinn und das gilt auch für Europa“, so Böckh. Passend zu dieser Aussage entfachte Brigitta Sailer eine Kerze mit dem Friedenslicht als Zeichen der Friedfertigkeit und des Glücks. (jw)

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