Bayerische Landesstiftung bewilligt Fördermittel

Rund 160.000 Euro für die Stadtmauer

+
Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek, Oberbürgermeister Manfred Schilder und Stiftungsratsvorsitzender Josef Miller (von links) besichtigen einen Teil der sanierungsbedürftigen Stadtmauer.

Memmingen – Die Bayerische Landesstiftung fördert die Sanierung der historischen Stadtmauer in Memmingen mit 158.000 Euro. Dies hat der Stiftungsrat, dem auch Abgeordnete des Bayerischen Landtags angehören, beschlossen.

Diese erfreuliche Nachricht konnte Stiftungsratsvorsitzender Josef Miller, Staatsminister a.D., an den Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek und Oberbürgermeister Manfred Schilder überbringen, die sich gemeinsam für diese Förderung eingesetzt hatten. Bereits durch ein Gutachten des Münchner Architekturbüros Barthel & Maus aus dem Jahre 2013 wurde festgestellt, dass die aus dem 12. Jahrhundert stammende historische Memminger Stadtmauer gravierende bauliche Mängel aufweist. Jetzt soll das Bauwerk grundlegend saniert werden. 

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Es ist vorgesehen, die Sanierung in mehreren Bauabschnitten durchzuführen. Der erste Bauabschnitt sieht die statische Sicherung der Mauer vom Luginsland bis zur Ulmer Straße sowie im Bereich der Kohlschanze vor. Nach der europaweiten Ausschreibung sollen die Arbeiten im Frühjahr 2018 beginnen. Für die komplette Sanierung ist ein Zeitrahmen von rund zehn Jahren geplant. 

„Ich freue mich“, so Miller, „dass die Sanierung der Stadtmauer nun in Angriff genommen und in nächster Zeit umfassend durchgeführt wird. Je länger man damit wartet, umso teurer kommt es und je weniger umfangreich die Sanierung durchgeführt wird, umso schneller ist die nächste fällig.“ 

Ebenfalls gefördert wird mit 3.800 Euro die Restaurierung und Konservierung der Wandmalereien des „Weltgerichts“ am Chorbogen in der Memminger Stadtpfarrkirche St. Martin sowie mit 350 Euro die Instandsetzung des ehemaligen Leichenhauses neben der Pfarrkirche und des Geiselheilands der Katholischen Kirchenstiftung St. Ulrich in Amendingen. Darüber hinaus gehen 5.863 Euro an die Sanierung und Restaurierung der Fassade mit Fassadenbild und Erneuerung der Fenster eines Anwesens am Schweizerberg. 9.500 Euro Fördergelder sind überdies für die Sanierung der Friedhofsmauer der Katholischen Pfarrkirche St. Martin in Kellmünz bewilligt sowie 15.000 Euro für die Außen- und Innensanierung der Kapelle Maria Schnee der Katholischen Kirchenstiftung St. Stephan in Mindelheim.

 „Es ist erfreulich, dass der Zuschuss genehmigt wurde und damit ein wichtiger Beitrag zur Instandsetzung der Kirchenmauer erfolgen kann“, betonte Holetschek. „Die Mittel der Landesstiftung sind ein unverzichtbarer Bestandteil zur Finanzierung der Renovierungen und des Erhalts unserer denkmalgeschützten und kunsthistorischen Bauten und Kulturgüter für die Nachwelt“, so Holetschek weiter. 

Die Memminger Stadtmauer wurde im 12. Jahrhundert errichtet und mit der Ausdehnung der Stadt stetig erweitert. Bis heute sind davon laut Oberbürgermeister Manfred Schilder noch rund zwei Kilometer erhalten, die größtenteils aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen. Damit gilt das Bauwerk als eine der besterhaltenen Stadtverteidigungsanlagen Deutschlands. Von den ursprünglichen sieben Toren und 26 Türmen – mehr als in jeder vergleichbaren Anlage in der Region – bestehen heute noch fünf Stadttore, sechs Mauertürme und drei Turmruinen. Die größte Herausforderung des bevorstehenden Projekts wird laut Schilder sein, eine historisch möglichst korrekte Sanierung mit modernen statischen Richtlinien zu verbinden. (jw/am)

Auch interessant

Meistgelesen

Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 1200,- Euro gewinnen!
Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 1200,- Euro gewinnen!
Streik bei Real in Memmingen
Streik bei Real in Memmingen
Wirtschaftsminister Pschierer spricht in Egg a.d. Günz
Wirtschaftsminister Pschierer spricht in Egg a.d. Günz
Seniorenkonzept auf dem Prüfstand
Seniorenkonzept auf dem Prüfstand

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.