Langjähriger Forstdirektor Wolfgang Haugg in Ruhestand verabschiedet

»Der Wald war ihm mehr als ein Arbeitsplatz«

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Scheidender Forstdirektor Manfred Haugg, (zweiter von links) und sein Nachfolger Forstdirektor Dr. Hermann S. Walter (zweiter von rechts) sowie Reinhard Neft, Vorstand Bayerische Staatsforsten (links) und MdL Josef Miller (rechts).

Markt Rettenbach - Nach 34 Jahren im Forstdienst wurde dieser Tage der leitende Forstsdirektor Wolfgang Haugg in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeit wurde als Nachfolger Forstdirektor Dr. Hermann S. Walter in sein neues Amt eingeführt. Verabschiedung und Amtseinführung wurden im Rahmen einer Feier in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Verbänden, Bezirken und Politik vollzogen.

Mit der Gründung der Bayerischen Staatsforsten 2005 übernahm Forstdirektor Wolfgang Haugg seinerzeit die Leitung des neu geschaffenen Forstbetriebs in Ottobeuren. Nun wurde der anerkannte und hochgeschätzte Forstmann im Rahmen einer Feier in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. »Beruf und Berufung gehörten bei Wolfgang Haugg eng zusammen und der Bezug zum Wald wird auch nach dem Ende der beruflichen Tätigkeit bestehen bleiben«, sagte der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten Reinhardt Neft bei seiner Würdigung des angehenden Ruheständlers. »Dass ihm der Wald mehr ist als ein Arbeitsplatz, hat man bei ihm täglich gespürt«. Der ehemalige Landwirtschaftsminister und Landtagsabgeordnete Josef Miller lobte in seinem Grußwort insbesondere Hauggs Loyalität. »Ich bin Ihnen zu großem Dank verpflichtet, denn ich habe von ihnen mehr verlangt, als jeder Minister vorher. Die Forstreform hat viel Kraft gekostet, aber ich konnte mich immer auf meine Mitarbeiter und insbesondere auf Sie verlassen. In Ottobeuren haben Sie den Staatsforstbetrieb aufgebaut und vorbildlich geführt. Ihren Mitarbeitern waren Sie ein geachteter Vorgesetzter und mir ein geschätzter Verwalter des Staatswaldes. Wir verabschieden mit ihnen, Herr Haugg, einen beispielhaften Förster, der einem Berufsstand angehört, von dem die Nachhaltigkeit eines der meistgebrauchten Wörter inzwischen in der Politik begründet werden«, so Miller. Ignaz Einsiedler von der Waldbesitzer-Vereinigung Kempten wiederum sagte: »Er war ein Freund der Waldbesitzer und ein Vorbild für die Holznutzung«. Der stellvertretende Landrat Werner Birkle würdigte Haugg in seinen Dankesworten als einen Mann, der zum Wohle des Staatswaldes gearbeitet hat und auf dessen Unterstützung man immer rechnen konnte. Als einen Mann, der den Wert des Holzes erkannte und auch den Bio-Masse-Hof begründet hat, bezeichnete dagegen Peter Fickler, als Vertreter der Bayerischen Holzindustrie, den Forstmann Haugg. Als herausragende Ehrung erhielt Haugg vom Vorsitzenden des Kreisjagdverbandes im Landesjagdverband Bayern e.V., Urkunde und Ehrenzeichen in Bronze für außerordentliche Verdienste verliehen. Auf Wolfgang Haugg folgt ein Mann mit Fähigkeiten, die ihn dazu prädestinieren, die in ihn gesteckten Erwartungen durchaus zu erfüllen. Der in München geborene, 37-jährige Dr. Hermann S. Walter studierte nach dem Abitur Forstwissenschaften an der TU München. Das Referendariat beendete Walter als Jahrgangsbester und wird 2004 in die damalige Bayerische Staatsforstverwaltung aufgenommen. Nach Stationen an den Forstämtern Mindelheim und Aichach trat er in das neu geschaffene Vorstandsbüro der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg ein, dessen Leiter er 2008 wurde. Nach der Verleihung der Doktorwürde 2007 wurde Dr. Walter 2011 schließlich zum Forstdirektor ernannt. »Ich empfinde große Freude und freue mich auf diese Aufgabe«, sagte Dr. Walter zu seiner Ernennung. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Jagdhornbläsergruppe Kempten unter der Leitung von Forstamtsrat Hugo Wirthensohn. (jw)

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