Hervorragende Karrierechancen

Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaften

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Ehrung der Besten. Aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim (von links): Robert Plersch, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, die Ausgezeichneten Georg Helmut Krammer, Felix Sturm, Mirjam Dubowy, Thomas Held, Simon Hauser, Felix Lehmann und Niko Weinhart sowie Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben.

Dietmannsried - „Denken Sie immer daran: Die höchsten Berge werden niemals mit einer Seilbahn bezwungen!“ Mit diesem Vergleich ermunterte der Kemptener Kreishandwerksmeister Hans-Peter Hartmann anlässlich der gemeinsamen Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim in der Festhalle Dietmannsried die Freizusprechenden, auch in Lebenssituationen, in denen sie vielleicht das Gefühl haben, beruflich nicht weiter zu kommen, nicht aufzugeben. Sie sollten vielmehr mit starkem Willen den „inneren Schweinhund“ überwinden und mit Selbstbewusstsein und Tatendrang weitermachen.

Mit der bestandenen Gesellenprüfung hätten die jungen Handwerker/-innen jedoch nur eine Grundausbildung absolviert, nicht weniger, aber auch nicht mehr, gab Hartmann zu bedenken. Der permanente Leistungsdruck werde in den nächsten Jahren sicherlich nicht weniger werden, auch Prüfungen seien auf dem Weg nach oben unvermeidlich. Es heiße daher, lernfähig und lernwillig zu bleiben, sich fort- und weiterzubilden, mit Mut und Kraft auch zu Veränderungen. „Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, der trägt sie an der falschen Stelle“, zitierte Hartmann einen Kollegen.

Der Kreishandwerksmeister zeigte die vielen Möglichkeiten auf, die gut ausgebildeten Handwerkern heute offenstehen – sowohl der Meisterbrief als auch ein Studium und ganz besonders die Selbständigkeit. Diese sei zwar eine große berufliche Herausforderung, aber auch eine der großen Chancen, welche die soziale Marktwirtschaft bietet. „Vom Azubi zum Unternehmer, das geht eigentlich nur im Handwerk“, so Hartmann.

Auch der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Hans-Peter Rauch, betonte die hervorragenden Karrierechancen im Handwerk, besonders im Hinblick auf eine Selbständigkeit. In jedem sechsten Betrieb in Schwaben sei der Inhaber älter als 60 Jahre. Hier stehe eine enorme Wechsel-Welle bevor. In diesem Zusammenhang kritisierte Rauch die Politik, die in den vergangenen Jahren die duale Ausbildung zugunsten einer akademischen vernachlässigt habe. Das ändere sich jedoch wieder. In Bayern, lobte Rauch, wird die Meisterausbildung bereits durch einen Meisterbonus für die Absolventen gefördert.

Die Bedeutung des Handwerks für die Region wurde in seinem Grußwort auch von Kemptens Drittem Bürgermeister, Josef Mayr, gewürdigt: „Was Sie gelernt haben, ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar.“ Das Handwerk sei durch seine Aus- und Weiterbildungsleistungen der Qualifizierungsmotor der deutschen Wirtschaft, sagte Mayr. Otto Schmid, Zweiter Bürgermeister von Dietmannsried, machte an der Festhalle die Bedeutung handwerklicher Berufe fest. Noch heute könne man die Qualität der Arbeit der vielen Handwerker sehen, die vor 33 Jahren am Bau mitgewirkt haben.

Die Überreichung der Gesellenbriefe, in bewährter Weise humorvoll von Gottfried Voigt, Geschäftsführer der beiden Kreishandwerkerschaften, moderiert, schloss den offiziellen Teil ab. Dabei wurden auch sieben junge Handwerker/-innen aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, die ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und sehr guten Leistungen abgeschlossen haben, besonders ausgezeichnet (in Klammer die Ausbildungsbetriebe): 

  • Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik: Georg Helmut Krammer (Peter Hammerl, Pöttmes)
  • Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik: Felix Sturm (Hans Sauter GmbH, Stetten)
  • Feinwerkmechaniker/-in: Mirjam Dubowy (Wanzl Metallwarenfabrik GmbH, Kirchheim) und Thomas Held (Wanzl Metallwarenfabrik GmbH, Kirchheim)
  • Anlagenmechaniker (Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik): Simon Hauser (Urlbauer Haustechnik, Eutenhausen), Felix Lehmann (Karl Wörle, Solar + Heizungsbau, Erkheim) und Niko Weinhart (Alois Müller GmbH, Memmingen).(prb)

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