Führungswechsel beim Weißen Ring Memmingen/Unterallgäu

Hilfe von unschätzbarem Wert

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Die neue Leiterin der Außenstelle des Weißen Rings Memmingen/Unterallgäu, Manuela Ayyildiz (Mitte links) und daneben Irmgard Mulzer-de Crignis. Flankiert von Oberbürgermeister Manfred Schilder (links) und Franz J. Pabst, Landesvorsitzender des Weißen Rings e.V. Bayern-Süd.

Memmingen - Die Außenstelle des Opferschutzvereins Weißer Ring hat eine neue Leiterin. Nachfolgerin von Irmgard Mulzer-de Crignis, die 17 Jahre lang das Gesicht des Weißen Rings vor Ort prägte, ist die 42-jährige Manuela Ayyilctiz. Bayern-Süd Landesvorsitzender Franz J. Pabst händigte anlässlich des Festaktes zum Abschied von Mulzer-de Crignis im Rathaus der Nachfolgerin die Ernennungsurkunde aus.

Die Außenstelle Memmingen/Unterallgäu, in der derzeit vier ehrenamtliche Mitarbeiter in der Opferbetreuung tätig sind, existiert seit etwa 1990 als eigenständige Außenstelle. 17 Jahre lang prägte Irmgard Mulzer-de Crignis das Gesicht des Vereins und hat die Geschicke der Opferhilfe geleitet. Nun wurde sie im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus verabschiedet.

 „Sie haben sich mit viel Engagement dafür eingesetzt, dass die Opfer nicht alleine bleiben und ihre Nachfolgerin bringt gute Voraussetzungen mit, es Ihnen gleichzutun“, so Oberbürgermeister Manfred Schilder in seiner Begrüßung. Er erinnerte an den legendären Begründer des Weißen Rings, Eduard Zimmermann, der zur Aufklärung von Straftaten bereits die Sendung Aktenzeichen XY ins Leben rief und moderierte.

 „Jedes Opfer verdient jede nur denkbare Hilfe von uns. Opfer sein bedeutet etwas hinnehmen zu müssen, das man nicht wollte“, betonte Mindelheims zweiter Bürgermeister Hans Georg Wawra in seinem Grußwort. „Die Tätigkeit des Weißen Rings ist von unschätzbarem Wert. Es wird Hilfe dort geleistet, wo sie wirklich wichtig ist“, sagte auch der Polizeipräsident von Schwaben Süd/West, Werner Strößner. Und an Irmgard Mulzer gerichtet: „Sie haben nach 17 Jahren sichtbare Spuren hinterlassen.“ 

Marie Klebau, leitende Regierungsdirektorin für Familie und Soziales in der Region Schwaben, zeigte sich insgesamt von der Arbeit des Weißen Rings sehr beeindruckt und informierte ihrerseits über die vielfältigen finanziellen Hilfsangebote für betroffene Opfer. Der Weiße Ring ist Deutschlands einzige bundesweite Opferhilfeorganisation. In 420 Außenstellen stehen über 3.200 professionell ausgebildete, ehrenamtliche Opferhelfer den Betroffenen zur Seite und kümmern sich um die Geschädigten. 

Landesvorsitzender Franz J. Pabst beschrieb anschließend die vielfältigen Aufgaben des Vereins. So bietet der Weiße Ring unter anderem Hilfen für Personen, die durch eine Straftat unmittelbar oder mittelbar geschädigt wurden. Unterstützt werden diese sowohl durch immaterielle als auch durch materielle Leistungen. Er tritt öffentlich für die Belange der Geschädigten ein mit dem Ziel, die nachhaltige Verbesserung der rechtlichen und sozialen Situation von Kriminalitätsopfern und ihrer Angehörigen zu erreichen. Und er unterstützt Maßnahmen zur Kriminalitätsvorbeugung und Unterstützung von Projekten der Schadenswiedergutmachung, des Täter-Opfer-Ausgleichs und einiges mehr. 

Die jährlich deutschlandweit rund sieben Millionen Straftaten werden von 420 Außenstellen des Weißen Rings und seinen rund 50.000 Mitgliedern betreut. Manuela Ayyildiz, als neue Leiterin der Außenstelle des Weißen Rings Memmingen/Unterallgäu, bekräftigte in einem kurzen Statement nach ihrer Vorstellung ihren uneingeschränkten Willen und ihr Engagement, die Arbeit des Weißen Rings im Sinne ihrer Vorgängerin weiterzuführen und erhielt dafür viel Beifall von den zahlreich anwesenden Vertretern der sozialen Hilfsorganisationen und der Polizei. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch das Klarinettenquartett des Polizeiorchesters Bayern. (jw)

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