Großprojekt in Bad Grönenbach

Neues Unternehmen investiert 23 Millionen Euro - Baubeginn im Juni

Bad Grönenbach (MK): Im Gewerbegebiet an der A 7 in Bad Grönenbach entsteht in Kürze ein neues Unternehmen. Auf rund 55.000 Quadratmetern wird die Fa. Vacufol AG Folien für den Lebensmittel- und Medizinbereich herstellen. Baubeginn für das Großprojekt wird im Juni sein, die Produktion soll im Januar 2010 beginnen. Wie Dr. Bernd Hörburger, Betreiber der neuen Firma, mitteilte, werde man mit etwa 50 bis 60 Mitarbeitern beginnen, im Endausbau sollen dann bis zu 200 Mitarbeiter beschäftigt werden. Ausführlich wurde das Vorhaben in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates erläutert. Die Vacufol AG wird Teil einer Holding sein, an der auch andere Mitglieder der Allgäuer Unternehmerfamilie Hörburger beteiligt sind. Schon bisher arbeiten mehrere Betriebsbereiche mit zugekaufter Folie, zukünftig wird diese nun im eigenen Unternehmen in Bad Grönenbach hergestellt. Rund 80 Prozent der Produktion sind für den Export bestimmt. In einem hochtechnischen Verfahren wird die Folie auf der Basis biologisch abbaubarer Grundstoffe produziert. Dabei werde man in einem geschlossenen System, das heißt ohne Geruchsbelastung nach außen, arbeiten, so Dr. Hörburger. Bedingt durch die Höhe der Maschinen wird das Produktionsgebäude gut 20 Meter hoch werden, im später geplanten 2. Bauabschnitt werde die Halle in Teilbereichen sogar bis zu 30 Meter Höhe erreichen. Dafür hat die Gemeinde einen auf die Ansiedlung des Unternehmens zugeschnittenen Bebauungsplan aufgestellt, der in der nächsten Sitzung als Satzung beschlossen werden soll. Wegen der Finanzkrise gestaltete sich vor allem die Finanzierung des Vorhabens sehr schwierig, so der Investor. Trotz hohen Eigenkapitalanteiles sei es nur dank der Unterstützung der staatseigenen Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA) und der Regierung von Schwaben gelungen, die benötigten Finanzmittel zu erhalten. Der zweite und dritte Bauabschnitt sollen in rund drei bis acht Jahren realisiert sein. Bürgermeister Bernhard Kerler zeigte sich hocherfreut über dieses Projekt, stelle es doch das richtige Signal in einer schwierigen Zeit dar. Besonders erfreulich sei, dass zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen würden. Mit einer vorausschauenden Grundstückspolitik habe man die Ansiedlung dieses Unternehmens ermöglicht. Man hoffe nun auf eine rasche Baugenehmigung durch das Landratsamt Unterallgäu, damit der Baubeginn so bald wie möglich erfolgen könne. Der Gemeinderat erteilte dem Vorhaben seine Zustimmung.

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