Herbstdienstversammlung des Feuerwehrinspektionsbereichs Nord

Deutlich mehr Einsätze für die Freiwilligen Feuerwehren

Im Mittelpunkt der Herbstdienstversammlung stand der Bericht des Kreisbrandinspektors Jakob Schlögel über das vergangene Jahr.
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Im Mittelpunkt der Herbstdienstversammlung stand der Bericht des Kreisbrandinspektors Jakob Schlögel über das vergangene Jahr.

Kirchhaslach - Die diesjährige Herbstdienstversammlung der Kommandanten des Feuerwehrinspektionsbereichs Nord des Landkreises Unterallgäu fand in Kirchhaslach statt. Im Mittelpunkt stand der Bericht des Kreisbrandinspektors über das vergangene Jahr sowie ein Bericht zum Thema „Trinkwasserschutz“ des Kreisbrandmeisters Michael Steinle.

Insgesamt 550 Einsätze vermeldete Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel für das Berichtsjahr und damit 57 mehr als im Vorjahr. Darunter 67 Brandeinsätze, 336 technische Hilfeleistungen, 19 ABC-Einsätze, 20 Sicherheitswachen, 106 sonstige Tätigkeiten und zwei Fehlalarmierungen. Die Steigerung bei den Brandeinsätzen ist verursacht durch die Zunahme von Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Dass auch im Berichtsjahr die technischen Hilfeleistungen deutlich über den Brandeinsätzen lagen, bestätigte Kreisbrandinspektor Schlögel. Bedingt durch die hohe Trockenheit im Sommer stieg auch die Waldbrandgefahr und es waren auch wieder zahlreiche Hochwassereinsätze zu verzeichnen. Auch die Personenrettung bedeute für die Wehren immer wieder große Herausforderungen. Schlögel bedankte sich dabei insbesondere auch bei den zahlreichen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für den wichtigen Feuerwehrdienst jeweils freistellen.

45 Feuerwehren mit insgesamt 1.841 Dienstleistenden stehen im Feuerwehrinspektionsbereich Nord zur Verfügung. Dazu kommen 14 Jugendfeuerwehren mit derzeit 162 Feuerwehranwärtern. Betreut werde der Inspektionsbereich Nord neben Kreisbrandrat und Kreisbrandinspektor durch fünf Kreisbrandmeister und fünf Fach-Kreisbrandmeistern auf Landkreisebene mit den Fachbereichen Atemschutz, Grundausbildung, Informationstechnik und Funk und Gefahrgut. Außerdem durch den Fachbereich Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E).

Das hohe Niveau der Einsatzkräfte wurde durch Haupt- und Gemeinschaftsübungen auch im Berichtsjahr aufrecht erhalten. An den staatlichen Feuerwehrschulen wurden zur Fortbildung zudem wieder zahlreiche Lehrgänge abgehalten. Einige Veränderungen habe es bei den Kommandantenwahlen gegeben, berichtete Schlögel. „Mein Dank gilt hier den ehemaligen Kommandanten und Stellvertretern für die geleistete Arbeit sowie den Wiedergewählten für ihre Bereitschaft, sich für die nächsten sechs Jahre zu Verfügung zu stellen. Ebenso wünsche ich den Neugewählten viel Erfolg für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit“, so Schlögel. Einer der Höhepunkte war der erstmals ausgerichtete „Schwäbische Feuerwehrtag“, an dem sich zahlreiche Feuerwehren beteiligt haben.

38 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 516 Jugendlichen sind laut Kreisjugendwart Andreas Thiel im Bereich der Jugend aktiv. Neben dem Bayerischen Leistungsabzeichen, in diesem Jahr von einigen Jugendfeuerwehren abgelegt, stand hier wieder die aktive Freizeitgestaltung mit den Höhepunkten Zeltlager und Jugendwartausflug im Fokus.

Zum Thema „Wasserentnahme aus dem Trinkwassernetz“ referierte anschließend Kreisbrandmeister Michael Steinle. Als Fazit seiner Ausführungen riet er den Anwesenden: Miteinander reden und nachfragen sowie einen groben Überblick vom Leitungsnetz einholen. Durchstöße sollten unbedingt vermieden sowie Systemtrenner benutz und damit geübt werden. Auch wies er darauf hin, keinen Unterdruck erzeugen und niemals aus Hydranten zu saugen. Wenn trotz geöffnetem Hydrant kein Wasser kommt, diesen schließen und den nächsten suchen. Niemals sollte man anfangen „irgendwelche Schieber zu drehen.“

Schließlich wies Kreisbrandrat Alexander Möbus in seinem Grußwort alle auf die Gefahren beim Gebrauch „Sozialer Medien“ hin, warnte vor der Verletzung von Datenschutzrichtlinien und bat nachdrücklich darum, eigene Kollegen dadurch nicht zu gefährden. (jw)

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