Die Geschichte geht weiter

Hohes Schloss Bad Grönenbach wird saniert

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Die Pläne für eine Sanierung und künftige Nutzung des Hohen Schlosses in Bad Grönenbach werden konkreter.

Bad Grönenbach – Schon seit Längerem bemüht sich die Marktgemeinde Bad Grönenbach um Sanierung und Verkauf des Hohen Schlosses. Wie es mit dem Wahrzeichen ganz genau weitergehen soll, ist zwar noch offen, aber die Pläne werden konkreter.

Das Hohe Schloss in Bad Grönenbach hat in seiner rund 800-jährigen Geschichte viele Besitzer kommen und gehen sehen, darunter Pappenheimer, Fugger und das Fürststift Kempten. Auch das königlich-bayerische Landgericht hatte einst hier seinen Sitz und viele Bad Grönenbacher werden sich noch gut an die Ursberger Schwestern erinnern, die bis in die Neunziger hier lebten und arbeiteten. Zunehmende Personal- und Unterhaltsprobleme hatten jedoch dazu geführt, dass die Schwestern die Filiale in Bad Grönenbach aufgeben mussten. So übernahm 1996 schließlich die Gemeinde das Hohe Schloss. Seitdem ist sie auf der Suche nach der passenden Nutzung für das historische Gemäuer und das dazugehörige Areal. 

Eine Sanierung ist dabei unumgänglich. Was genau dafür nötig – und möglich – ist, das haben umfangreiche Untersuchungen von Bauforschern und Restauratoren ergeben. Laut Architekt Burkhard Günther betrifft das zum Beispiel auch Sanitäranlagen, Heizung oder das Thema behindertengerechtes Bauen. Diese Machbarkeitsanalysen bilden den Grundstein für alle weiteren Pläne. Um deren Konzeption und Ausführung kümmert sich die Firma JaKo Baudenkmalpflege aus Rot an der Rot. 

Laut Bernd Jäger, einem der drei Geschäftsführer, steht aber noch nicht fest, was genau mit dem Hohen Schloss passieren soll – ob es zum Beispiel in Wohnungen oder Büros aufgeteilt wird oder ob jedes Stockwerk separat genutzt werden soll. Denn das will die Firma JaKo gemeinsam mit den Investoren planen. Die sollen dadurch eine Verbindung zum Schloss aufbauen – das Wahrzeichen Bad Grönenbachs soll nämlich auch für die Investoren mehr sein als nur irgendein Gebäude. 

Aus diesem Grund habe man sich auch bewusst gegen Geschäftspartner aus dem Ausland entschieden. Laut Jäger gebe es zwar schon einige Ideen, was man aus dem Schloss machen könnte, aber eben noch nichts Konkretes. Interne Gespräche mit Investoren seien jedoch schon vielversprechend. Auch Bürgermeister Bernhard Kerler hält diese Vorgehensweise für die verträglichste: „Die Stabilität für das Denkmal ist hier noch am größten.“ 

Das Ringeisenhaus ist in die Sanierung miteingeschlossen; hier könnten beispielsweise Wohnungen entstehen. Der Kreislehrgarten soll dagegen in seiner jetzigen Form erhalten bleiben. Für die Konzeptentwicklung wurde ein Jahr veranschlagt, beginnend im kommenden Herbst. Im Frühjahr 2020 sollen dann die Restaurierungsarbeiten beginnen. Geplant sind rund zweieinhalb Jahre Bauzeit. (am)

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