„Ein wichtiges kommunales Projekt“

Hospizeinrichtung im ehemaligen Leutkircher Krankenhaus

+
Im zweiten Obergeschoss der ehemaligen Leutkircher Klinik wird es künftig eine Hospizeinrichtung geben.

Leutkirch – Die Einrichtung eines Hospizes in den ehemaligen Räumen des Leutkircher Krankenhauses läuft derzeit bereits auf Hochtouren. Bis April nächsten Jahres soll die Umbauphase abgeschlossen sein, sodass anschließend die ersten Patienten einziehen können.

Insgesamt acht wohnlich eingerichtete Plätze stehen in der Hospiz-Station dann den lebensbedrohlich Erkrankten zur Verfügung. In einem Pressegespräch vor Ort wurde der aktuelle Stand der Bauarbeiten und das Konzept jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Überlegungen, wie es mit der Leutkircher Klinik weitergehen soll, nachdem diese vor einiger Zeit geschlossen wurde, gibt es schon seit geraumer Zeit. Jetzt wurden diese Bemühungen von Erfolg gekrönt. 

In einem Trakt im zweiten Obergeschoss des Klinikums soll demnächst eine Erwachsenen-Hospizeinrichtung etabliert werden, nachdem dafür jetzt ein Träger gefunden wurde. Für diesen Zweck müssen allerdings die Räumlichkeiten vollkommen umgebaut und für die neuen Anforderungen hergerichtet werden. Insgesamt 1,3 Millionen Euro werden dafür investiert werden, sagt Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle. Die Finanzierung ist Aufgabe des Landkreises. Als Betreiber des Hospizes konnte die St. Elisabeth Stiftung gewonnen werden. 

Die Übernahme der anfallenden Betriebskosten ist eine Krankenkassenleistung. Allerdings übernimmt diese nur 95 Prozent, die restlichen fünf Prozent werden durch Spenden von Leutkircher Unternehmen, der Bürgerschaft und der Bürgerstiftung aufgebracht. „Es ist ein wichtiges kommunales Projekt ,das hier gestartet wird“, so Oberbürgermeister Henle. Rudolf Dentler, Vorstandsvorsitzender von der Bürgerstiftung Leutkirch sagt: „Um ein solches Projekt zu unterstützen, haben wir einen großen Fächer aufgemacht. Mit unserem derzeitigen Stiftungskapital von rund 500.000 Euro können wir etwa 25.000 Euro jährlich ermöglichen.“ 

Die gesamte Einrichtung wird rund 640 Quadratmeter umfassen. Während die Versorgungsräume eher der Sonne abgewandt angelegt werden, sind alle Patientenzimmer nach Süden ausgerichtet. Dabei erhält jeder Gast ein Einzelzimmer mit Bad. Ein zusätzlicher Aufenthaltsraum und ein großzügiger Balkon ergänzen das Raumangebot der Patienten. Aber auch ein spezielles Gästebad sowie ein Rückzugsraum werden zur Verfügung stehen. 

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten betrage erfahrungsgemäß etwa 25 Tage, sagt Tobias Bär von der Stiftung St. Elisabeth. Insgesamt elf Vollkraftstellen sollen geschaffen werden, um eine adäquate Pflege zu garantieren. Zusätzlich werde eine Anzahl ehrenamtlicher Helfer verpflichtet, um persönliche Unterstützungen, wie Gespräche, kurze Ausflüge und ähnliches mit den Patienten zu übernehmen. „Es ist baulich eine tolle Einrichtung für die künftigen Patienten“, ist Rudolf Dentler als Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Leutkirch überzeugt. (jw)

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Memmingen
Babys der Woche im Klinikum Memmingen
THW-Übungsalarm bei der Firma Berger
THW-Übungsalarm bei der Firma Berger
Auto überschlagen
Auto überschlagen
Wizz Air wächst weiter
Wizz Air wächst weiter

Kommentare