„Ideencafé“ erkundet neue Denkanstöße für das Ehrenamt

Unverzichtbares Bürgerengagement

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Reichlich Diskussion gab es am Thementisch „Gesundheit und Pflege“ mit dem Tischgruppenleiter und Bezirkstagsvizepräsident, Alfons Weber.

Erkheim - Auf Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Holeteschek und des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe „Aktive Bürgergesellschaft/Ehrenamt“ der CSU-Fraktion, Oliver Jörg (MdL), trafen sich im Erkheimer Bistro „Akut“ zahlreiche engagierte Bürger, um neue Denkanstöße für das Ehrenamt zu diskutieren und der Politik für die Umsetzung mit auf den Weg zu geben.

„Jeder zweite Bayer engagiert sich ehrenamtlich. Etwa 5,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger über 14 Jahre sind in Bayern im Ehrenamt tätig“, so der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, in seiner Gästebegrüßung. Das Ehrenamt spiele sich in vielen Vereinen ab und sei damit ein zentraler Pfeiler unserer Gesellschaft und der Ausdruck von Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger.

„Das Ehrenamt wird in Sonntagsreden vielfach gelobt, aber das war es dann auch“, so Oliver Jörg, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Aktive Bürgergesellschaft/Ehrenamt. Die Politik könne das Ehrenamt allerdings nicht verordnen, dafür aber beste Rahmenbedingungen schaffen und den ehrenamtlich engagierten Menschen in Bayern zeigen, dass ihr Einsatz hoch geschätzt werde. In Bayern seien gemeinsam mit den Ehrenamtlichen sehr gute Unterstützungsstrukturen aufgebaut worden, beispielsweise mit den Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement oder der Bayerischen Ehrenamtsversicherung. 

Ein weiterer Baustein sei mit der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern im Februar dieses Jahres hinzu gekommen. Bereits über 130.000 Ehrenamtliche genießen mit der Bayerischen Ehrenamtskarte bei vielen Partnern Vergünstigungen, so die beiden Politiker. Um Fragen zu klären, gebe es zudem das Ehrenamtssorgentelefon direkt in der Staatskanzlei. Doch die Welt entwickle sich weiter. Im Projekt „Ideencafé“ mit Beteiligung vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger sollten daher neue Denkanstöße für das Ehrenamt erarbeitet und der Politik aufgezeigt werden. Aufgeteilt in verschiedenen Tischgruppen mit relevanten Themen wie „Soziales, Jugend, Familie“, „Senioren“, „Gesundheit und Pflege“ „Entwicklung ländlicher Raum“, „Gesellschaft und Politik“ sowie dem Thema „Sport“, moderiert von einem jeweiligen Tischgruppenleiter, erbrachten in allen Bereichen viele interessante und ernstzunehmende Anregungen, die schriftlich festgehalten und anschließend einzeln vorgetragen wurden. Gefordert wurde beispielsweise generell mehr Wertschätzung der Arbeit der Ehrenamtlichen. 

Kritisiert wurde zu viel Bürokratie und ausufernde Bestimmungen beim Datenschutz. Daneben wurden Schulungen für ehrenamtliche Helfer bei der Pflege gefordert sowie die vielfältigen Auflagen bei der Organisierung von öffentlichen Veranstaltungen neu zu überdenken. Angeregt wurde von mehreren Gruppen aber auch, dass ein sogenannter Kümmerer in jeder Gemeinde installiert werden sollte, um als Ansprechpartner für Bedürfnisse und Verbesserungen der Ehrenamtlichen zu dienen und einiges andere mehr. Die Politiker waren von dem regen Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger an der Veranstaltung begeistert und versprachen, die verschiedenen Wünsche bei der Staatsregierung einzubringen und darauf zu drängen, dass einiges davon auch umgesetzt wird. (jw)

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