„Dringend notwendige Einnahmen“ gehen verloren

IHK-Hauptgeschäftsführer: Wirtschaftlicher Schaden durch Lockdown wächst

Geschlossenes Lokal.
+
Auch Lokale müssen weiter geschlossen bleiben. Die IHK Schwaben sorgt sich wegen der wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns.

Schwaben - Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, sorgt sich um die Auswirkungen des Lockdowns auf die regionale Wirtschaft. Es sei zwar noch zu früh, um den wirtschaftlichen Schaden genau beziffern zu können. Klar sei jedoch: „Mit jedem weiteren Tag, den der Lockdown andauert, gehen der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft dringend notwendige Einnahmen verloren.“

Die wirtschaftliche Not in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, in den verbrauchernahen Dienstleistungen oder im Einzelhandel wachse täglich, warnt Lucassen. Auch die Abholmöglichkeit von bestellten Waren im lokalen Einzelhandel - das sogenannte „Click & Collect“, das ab 11. Januar auch in Bayern erlaubt ist - werde seiner Ansicht nach daran nur wenig ändern können. „Eine echte Perspektive für den Re-Start lässt ebenfalls weiter auf sich warten. Das sind aus Sicht der regionalen Wirtschaft schlechte Nachrichten.“

Ebenso stellen die verlängerten Schließungen von Schulen und KiTas die Unternehmen vor enorme Herausforderungen. So gaben bereits zu Beginn des Winter-Lockdowns fast die Hälfte der befragten IHK-Mitgliedsunternehmen an, dass sie wegen der Corona-Krise auf Mitarbeiter verzichten mussten – beispielsweise wegen eines Verdachtsfalls, einer Erkrankung oder weil die Kinder betreut werden mussten. „Neben der eingebrochenen Inlandsnachfrage ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf derzeit die größte Herausforderung in den Unternehmen. Zwar hat die Bundesregierung einen finanziellen Ausgleich zugesagt, doch löst das nicht die personellen Engpässe, quer über alle Branchen hinweg“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer..

„Ein baldiges und planbares Ende des Lockdowns, offene Schulen und KiTas, schnelle und unbürokratische Wirtschaftshilfen“ – das würden laut Lucassen viele Hoteliers und Gastronomen, Händler und Dienstleister sowie Produzenten von der Politik erwarten. „Die Herausforderungen nehmen zu, denn die positive Wirkung der Impfkampagne braucht Zeit. Zeit, die viele Unternehmen angesichts offener Rechnungen nicht mehr haben.“ (MK)

Auch interessant

Meistgelesen

Corona in Memmingen: Impfbus kommt nach Steinheim
Corona in Memmingen: Impfbus kommt nach Steinheim
80 FDP-Bundestagsabgeordnete reichen Verfassungsbeschwerde ein
80 FDP-Bundestagsabgeordnete reichen Verfassungsbeschwerde ein
»Wichtiger Beitrag zum Erhalt des Lebensraumes«
»Wichtiger Beitrag zum Erhalt des Lebensraumes«
Schüler des BBZ Memmingen freuen sich über abgeschlossene Ausbildung
Schüler des BBZ Memmingen freuen sich über abgeschlossene Ausbildung

Kommentare