Fortschritte bei der Aufwertung des Illerradweges

Attraktiver gestalten und besser positionieren

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Verlauf des Illerradweges bei Buxheim: Landtagsabgeordneter Josef Miller und Reinhard Walk, Geschäftsführer der Walkmanagement (rechts) im Gespräch.

Memmingen - Die Bestrebungen, den Illerradweg zu verbessern, attraktiver zu gestalten und noch besser touristisch zu positionieren, kommen wieder ein Stück weit voran. Der Auftrag zur Erstellung einer umfassenden und ganzheitlichen Konzeptstudie wurde Mitte Juli vergeben. Bereits Mitte September soll ein erstes Ergebnis vorliegen.

Seit einigen Jahren gibt es die Bestrebungen, den Illerradweg zu verbessern, attraktiver und bekannter zu machen, um den Anforderungen eines Spitzenradweges zu genügen, sagte bei einem Pressegespräch jetzt Landtagsabgeordneter Josef Miller (CSU). Kaum ein anderer Radweg habe in seinem Verlauf und in seinem Einzugsgebiet so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, die den Fahrradtouristen nicht vorenthalten werden sollten. Leider seien diese bisher nicht oder nur unzureichend beschildert und somit für die Radler nicht einsehbar und müssten in die Fahrradwegekarte eingearbeitet werden. Zudem verlaufe unweit der Iller die Bahnlinie Ulm-Oberstdorf, mit der man den Illerradweg leicht erreichen oder wieder zurückfahren könne. Eine Ertüchtigung des Illerradweges bringe nicht nur Vorteile für Radfahrer, sondern wirke sich ebenso positiv auf die Gastronomie entlang der Iller aus und werte die Urlaubsregion Allgäu insgesamt auf. Trotz zahlreicher Anläufe, den Radweg zu verbessern, sei aufgrund fehlender Koordination und Gesamtplanung in der Vergangenheit kein Durchbruch gelungen. Einzelne Arbeitsgruppen, lose Zusammenschlüsse, verschiedene staatliche Ämter und Bürgermeister entlang der Iller hätten sich, unabhängig voneinander, zwar eingesetzt. Allerdings seien die Institutionen nicht flächendeckend entlang des gesamten Illerradweges vertreten und unterschiedliche Ämter, Landkreise und Gemeinden zuständig. Bei einem von Miller initiierten Gespräch bei der Regierung von Schwaben, an dem alle relevanten Vertreter der Landratsämter, Fachbehörden, Energieversorger, Verbände und Organisationen vertreten waren, war schnell klar: Es muss eine umfassende und ganzheitliche Konzeptstudie erstellt werden. Die Allgäu GmbH und der Allgäu-Schwäbische-Fremdenverkehrsverband mit Geschäftsführer Bernhard Joachim stellten sich dabei federführend zur Verfügung. Die Allgäu GmbH war schließlich auch Auftraggeber der Studie. Nach Ausschreibung und Auswahl aus mehreren Bewerbern wurde der Auftrag Mitte Juli an Walk Management in Rosshaupten vergeben. Erstellt werde laut Geschäftsführer Reinhard Walk ein praxisorientiertes Umsetzungshandbuch, damit schnell gehandelt werden könne. Grundbesitzer und Bürgermeister vor Ort sollen mit einbezogen werden. Walk, der bereits das Radkonzept "Wertach erleben" erfolgreich umgesetzt hat, ist ein ausgebildeter und erfahrener ADFC-Radwege-Zertifizierer. Wichtig sei laut Walk jetzt zunächst der Abgleich bestehender Routen und die Abstimmung des geplanten Routenverlaufs. Ebenso eine Befahrung und Erfassung auf Grundlage der ADFC-Zertifizierung für Radfernwege mit verschiedenen Zielvorgaben - etwa im Hinblick auf die Qualität der Beläge, der Wegbreite und Beschilderung. Neben der Erfassung der bestehenden Mängel umfasst die Studie auch die Ausarbeitung einer Hauptroute sowie konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Infrastruktur und Steigerung der Erlebnisqualität. Weitere Punkte betreffen die Kostenermittlung und schließlich die Management-Aufgaben wie die Beteiligung der Projektträger und Partner. Wenn alles gut verlaufe, könnten - laut Ethelbert Babl vom Amt für Landwirtschaft Kempten - bereits im Herbst Einzelmaßnahmen entlang der Iller über das LEADER-Programm gefördert und umgesetzt werden. "Das Ziel heißt Attraktivierung und touristische Positionierung des Iller-Radweges", so Josef Miller. (jw)

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