Rückblicke, Ehrungen und Auszeichnungen

Jahresempfang des THW Ortsverbandes Memmingen

Mann mit Brille an THW-Rednerpult
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Der THW-Ortsbeauftragte Klaus Liepert.

Memmingen - Viele THW-Aktive und HelferInnen sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Feuerwehren, Polizei und Katastrophenschutz waren zum Jahresempfang des Technischen Hilfswerks Memmingen in das Maximilian-Kolbe-Haus gekommen.

Vor den Feierlichkeiten wurde aber noch an den schlimmen Großeinsatz vom Vortag erinnert, bei dem in Memmingen nach einem Hauseinsturz einer der verschütteten Menschen nur noch tot geborgen werden konnte. Bei diesem Einsatz haben über 100 Kräfte der Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und der Polizei alles versucht, um alle Leben zu retten.

Der Der THW-Ortsbeauftragte Klaus Liepert hob in seinem Rückblick auf die Jahre 2020 und 2021 das große Engagement der freiwilligen Helfer und Helferinnen hervor, die sich aufgrund der unerwarteten Belastungen durch Corona, Starkregen im Ahrtal und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges quasi im Dauereinsatz befinden. Es vergehe derzeit kaum eine Woche ohne Besprechungen und daraus resultierende Einsatzaufträge. In allen drei Bereichen war das THW auch in Memmingen gefordert – und das neben einer erheblichen Anzahl örtlicher und regionaler Einsätze und unter coronabedingten Einschränkungen. Anhand der Kennzahlen für 2021 lässt sich ablesen, wie hoch die Belastung für die 121 ehrenamtlichen Helfer ist: Gesamtdienststunden: 13.294 (11.581 Vorjahr), Einsatzstunden: 4.289 (2.391 Vorjahr), Alarmierungen: 42 (23 Vorjahr).

Besonders erfreut hat Liepert die erreichten Verbesserungen im Bereich der Ausstattung. So konnten dringend erforderliche Erneuerungen im Fahrzeugbestand umgesetzt, zusätzliche Ausstattung für den Einsatz beschafft und Teile der Unterkunft des THW Memmingen nach 30 Jahren neu ausgestattet werden.

Während viele Vereine und Organisationen während der Corona-Krise unter Mitgliederschwund leiden, konnte Liepert vermelden, dass nicht nur in der Jugend, sondern auch bei den Einsatzeinheiten ein sehr erfreuliches Interesse an einer Mitwirkung im THW zu verzeichnen war: die Jugendgruppe ist voll belegt und Anfang April haben sieben neue Helferanwärter aller Altersjahrgänge erfolgreich ihre Grundausbildungsprüfung abgelegt; weitere bereiten sich aktuell auf die Prüfung vor und werden im Herbst in die Einsatzeinheiten übertreten können. Und für Liepert ganz besonders wichtig ist, das in 2020/2021 alle Helferinnen und Helfer gesund vom Einsatz zurückgekommen sind.

Ausdrücklich würdigte er schließlich die vertrauensvolle und faire Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnerorganisationen in der Gefahrenabwehr, die gleichermaßen notwendig und doch nicht selbstverständlich ist: „Nur gemeinsam können wir den Menschen in Stadt und Landkreis bestmöglich helfen“.

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek würdigte den Einsatz des THW und betonte die Notwendigkeit einer nachhaltigen Stärkung der Strukturen des Katastrophenschutzes auch in den kommenden Jahren. Der Landesvorsitzende der THW-Helfervereinigung und Mitglied des Bundestages Stephan Stracke, MdB, hob die große Bedeutung des THW für den Bevölkerungsschutz hervor: „Der Ortsverband in Memmingen ist ein Leuchtturm des THW in Bayern“, so Stracke. Der Bundestag habe vor diesem Hintergrund das THW in den vergangenen Jahren nachhaltig gestärkt, so dass der Fuhrpark deutschlandweit und damit auch in Memmingen habe erneuert werden können. Stephan Thomae, MdB, hob in seiner Dankesrede die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für die Bevölkerung hervor und sicherte seine Unterstützung zu. In ihren Grußworten dankten Oberbürgermeister Manfred Schilder und Landrat Alex Eder den Helferinnen und Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl der Menschen in Stadt und Landkreis.

Matthias Helbig, der Leiter der THW Regionalstelle in Kempten, sprach den Helferinnen und Helfern für das gezeigte Engagement in diesen besonderen und herausfordernden Jahren seinen Dank aus. In besonderer Weise würdigte er das Engagement von Dennis Heitzenröther und Michael Kirsch. Als Dank der Bundesanstalt THW verlieh er den beiden Einsatzkräften das Helferzeichen in Gold. Zahlreiche weitere Helferinnen und Helfer konnten für ihre langjährige erfolgreiche Mitwirkung im ?Ortsverband geehrt werden: Klaus Liepert (40 Jahre), Harald Prior (30 Jahre), Daniel Unglert und Andreas Würzer (25 Jahre), Julian Schedel und Alexander Schumacher (20 Jahre), Cassidy Olivia Eschrich, Andreas Fritsche, Niklas Fritsche, Julian Geist, Alexander Wallner, Jonas Weidmann (10 Jahre).

Manuel Dehn, der sich im Ortsverband des THW nicht nur als Zugführer, sondern auch als 1. Vorsitzender des Fördervereins engagiert, wurde von der THW-Landesvereinigung Bayern, dem Zusammenschluss der Fördervereine des THW, für seine Verdienste mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet.

Im Anschluss an den offiziellen Festakt konnten die Teilnehmer – verpflegt ?von der Fachgruppe Logistik/Verpflegung – den Abend in intensiven Gesprächen ausklingen lassen. (rb)

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