Jahreshauptversammlung des BUND Naturschutz

Baum-Hotline und Papierwende

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Mit Recyclingpapier das Klima und die Umwelt schützen: Helmut Scharpf (Vorsitzender BN-KG) überreicht Christian Seeberger (Bürgermeister Erkheim) ein Päckchen Papier zum Testen.

Erkheim - Was sich im letzten Jahr aus Sicht des Naturschutzes alles im Landkreis ereignet hat, davon berichtete die Kreisgruppe des BUND Naturschutz (BN) auf ihrer Jahreshauptversammlung im Bistro Akut in Erkheim.

Bürgermeister Christian Seeberger lobte in seinem Grußwort den Verband für seinen unermüdlichen Einsatz zugunsten der Natur und betonte, dass Bayern ohne den BN heute anders aussähe. „Es ist gut, wenn einem jemand immer wieder mal auf die Finger klopft“, so Seeberger in Hinblick auf die Beharrlichkeit, mit der der BN umweltfreundliche Maßnahmen voranbringe. 

So zum Beispiel beim Projekt „Papierwende Unterallgäu“, das eine Erhöhung der Recycling-Papierquote zum Ziel hat: Zusammen mit der Fachabteilung für Klimaschutz konnte der BN bisher schon acht Schulen sowie drei Gemeinden von den Vorteilen überzeugen. Geschäftsführerin Tina Melder erklärte in ihrem Vortrag, dass durch die Verwendung von Recyclingpapier ein nicht zu unterschätzender Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz geleistet werden kann – vor allem angesichts der enormen Papiermenge von mehreren Millionen Blatt, die täglich im Landkreis verbraucht werden. 

Dr. Michael Schneider vom Landschaftspflegeverband teilte im Anschluss „Denkzettel am laufenden Band“ aus und informierte über das Biodiversitätsprojekt „Bachmuschel- und Libellenbäche im Unterallgäu“. Freunde der modernen Technik können in Erkheim ein ganz besonderes Outdoor-Abenteuer bestehen: Auf der Bachmuschel-Safari wird der Besucher per Smartphone in einer Art digitalen Schnitzeljagd auf den rechten Weg gelotst und kann sein Wissen über die bedrohte Muschelart testen und erweitern. 

Der Jahresrückblick der zehn Ortsgruppen machte deutlich, mit welcher Vielfalt die Ehrenamtlichen im ganzen Landkreis aktiv zum Umwelt- und Naturschutz beitragen: Amphibien wurden gerettet, Bäume gepflanzt, Blumen gesät, Wiesen gemäht und gepflegt, Müll gesammelt und Besucher informiert, Insektenhotels gebaut und Kinderfeste organisiert. Auch beim Thema Bildung- und Weiterbildung war man fleißig, denn im vergangenen Jahr fanden zahlreiche Veranstaltungen mit Fachreferenten und Exkursionen statt. 

Erfolgreich verlief das Jahr auch aus Sicht der Umweltbildung. Die steigende Nachfrage nach mobilen Angeboten für Schulen und Kindertageseinrichtungen führte dazu, dass man die Anzahl der Umweltbildner aufstocken musste. Beim bayerischen Volksbegehren zum Thema Flächenfraß haben die Naturschützer ihre Kooperation zugesagt und verschiedene Aktionen angekündigt. Da durch den Bau-Boom im Stadtbereich immer öfter alte und schützenswerte Bäume bedroht würden, hat der Landesverband außerdem eine kostenlose Baum-Hotline unter der Nummer 0800-7823822 ins Leben gerufen.(tm)

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