Jahresschluss in Bad Grönenbach mit Marktrat und Amtsleitern

Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr

+
Bürgermeister Bernhard Kerler beim Rück- und Ausblick bei der Jahresschlussfeier in Bad Grönenbach.

Bad Grönenbach – Die Marktgemeinde Bad Grönenbach feiert traditionell mit einem Festakt mit dem Marktrat und den Amtsleitern den Jahreschluss. Auch in diesem zu Ende gehenden Jahr ließ Bürgermeister Bernhard Kerler das Jahr nochmals Revue passieren und gab einen Ausblick auf kommende Herausforderungen.

„Dass es uns Deutschen mittlerweile überwiegend gut geht und Ruhe und Optimismus bei uns herrschen, ist der derzeit guten Wirtschaftslage zu verdanken“, sagte Bürgermeister Bernhard Kerler in seinem Rückblick auf das Jahr 2017. Die niedrige Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent in der Region sei Ausdruck der vorherrschenden Vollbeschäftigung. „Dass die Wirtschaft in Bad Grönenbach so gut läuft, darüber freuen wir uns ganz besonders“, fuhr Kerler fort. Das liege nicht unwesentlich an den vorherrschenden guten Rahmenbedingen für Unternehmen, die das Wachstum beflügeln. Bei guter Auftragslage machen Unternehmen Gewinne, Arbeitnehmer haben sichere Arbeitsplätze und die Steuerkraft wird gestärkt. „In unserem Fall haben wir die im Haushalt angesetzten 3,35 Millionen Gewerbesteuereinnahmen deutlich um rund eine Million Euro übertroffen“, erklärte der Bürgermeister. 

Drei Projekte aus dem insgesamt sehr arbeitsreichen Jahr griff Rathauschef Kerler besonders heraus: Zum einen sei es gelungen, wieder Bauland für rund 35 Einfamlienhäuser, davon rund 25, die durch die Gemeinde vermarktet werden können, zu gewinnen. Die Nachfrage sei weiterhin riesig. Leider gelinge es nicht, das schon im Ort vorhandene bebaubare Land – in Bad Grönenbach und Zell allein rund 90 Grundstücke – zu aktivieren. Dabei wolle laut einer Umfrage aber kein einziger sein Land verkaufen. 

Damit im Zusammenhang steht die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, mit dem sich der Marktrat ausführlich beschäftigt habe, und der voraussichtlich im kommenden Jahr zum Abschluss kommen werde. Ein weiteres Schwerpunktthema betrifft die Vermarktung des Hohen Schlosses. Mittlerweile seien die Rahmenbedingen unter Mithilfe des Architekten erarbeitet. In zwei öffentlichen Veranstaltungen wurden die Untersuchungsergebnisse den Bürgern vorgestellt. Die Resonanz war dabei durchaus positiv. Darüber hinaus gebe es auch bereits ernstzunehmende Interessenten.

Ausblick 

Für das kommende Jahr stehe insbesondere das Thema Kinderbetreuung im Fokus. „Die Einrichtungen in der Gemeinde platzen aus allen Nähten“, so Kerler. Der Rechtsanspruch der Eltern auf einen Kitaplatz mache das Ganze für die Kommune zu einer echten Herausforderung. 

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Frage des sozialen Wohnungsbaus. Die Gemeinde wolle hier ein Wohnprojekt realisieren, „wobei wir aber erst am Anfang unserer Überlegungen stehen“, sagte Kerler. Aus der Liste der wichtigen Projekte nannte der Bürgermeister auch die Sanierung der Kluftinger Straße. Für die Gemeinde schwer verständlich sei hier allerdings der Unmut der Anlieger über die dann zur Anwendung kommende Straßenausbausatzung. Dass die Freien Wähler diese per Volksentscheid kippen wollen, sieht Kerler sehr kritisch. 

Auch im Hochbau stehe einiges auf dem Programm. Geplant sei beispielsweise ein neues Feuerwehrhaus in Zell, der nächste Bauabschnitt für den Bauhof und – nach der Fertigstellung der Tretanlage in Rothenstein – die Sanierung des Kurparks. Außerdem erwarte man für die Sanierungsarbeiten am Haus des Gastes demnächst den Förderbescheid der Regierung von Schwaben. 

Zur allgemeinen Erheiterung gab es anschließend auch dieses Jahr wieder ein selbst verfasstes Gedicht in Schwäbischer Mundart über die Gelehrten in der Zeit des König Herodes, witzig und unnachahmlich vom Rathauschef selbst vorgetragen. Schließlich dankte Kerler all seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, im Gemeinderat und in der Verwaltung, aber auch in Vereinen, Kirchen und sonstigen Gruppierungen, für ihren ehrenamtlichen Einsatz und ihr Engagement zum Wohle der Bürger. (jw)

Auch interessant

Meistgelesen

„Skandalöses Verhalten der Krankenkassen“
„Skandalöses Verhalten der Krankenkassen“
„Es geht nicht um Regionalproporz“
„Es geht nicht um Regionalproporz“
"Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß"
"Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß"
„Digitale Infrastruktur zwingend ausbauen“
„Digitale Infrastruktur zwingend ausbauen“

Kommentare