Wer stoppt das Artensterben?

„jetzt red i“ kommt in die Mehrzweckhalle Hawangen

Der Bayerische Rundfunk kommt mit seiner Sendung "jetzt red i" nach Hawangen. Es geht um das Thema "Nach dem Bienen-Volksbegehren: Wer stoppt das Artensterben?".
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Der Bayerische Rundfunk kommt mit seiner Sendung "jetzt red i" nach Hawangen. Es geht um das Thema "Nach dem Bienen-Volksbegehren: Wer stoppt das Artensterben?".

Hawangen – Das BR Fernsehen kommt mit seiner Sendung „jetzt red i“ am Mittwoch, 27. Februar, ins Unterallgäu. Tilmann Schöberl und Franziska Eder diskutieren in der Hawanger Mehrzweckhalle, Ziegeleiweg 26, mit Bürgerinnen und Bürgern sowie dem stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger (FW) und Richard Mergner, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern, über das Thema: „Nach dem Bienen-Volksbegehren: Wer stoppt das Artensterben?“ Sendungsbeginn ist um 20.15 Uhr (Einlass: 19.15 Uhr).

Mehr als 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben in den Rathäusern unterschrieben – damit ist „Rettet die Bienen“ mit 18,4 Prozent Beteiligung das erfolgreichste Volksbegehren, das es in Bayern je gegeben hat. Klar ist: Die Leute wollen ein schärferes Naturschutzgesetz für den Freistaat. Die Politik steht unter Druck. Ministerpräsident Markus Söder hat reagiert: „Wir nehmen den Impuls des Volksbegehrens auf.“ Am runden Tisch sollen die verschiedensten Interessen – von Naturschützern bis Bauernverband – unter einen Hut gebracht werden. Viel Zeit bleibt nicht, denn das Artensterben geht unvermindert weiter.

Es geht nicht nur um die Bienen. Nach einer Studie ging der Anteil der Insekten im Zeitraum von 1990 bis 2017 um 35 Prozent zurück. Als Hauptgründe nannten Experten die industrielle Landwirtschaft und den fortschreitenden Verlust von Biotopen. Hochgerechnet bedeutet das, bis 2065 könnte es gar keine Insekten mehr geben, wenn sich nichts ändert. Eine andere Studie stellt fest: Auf den Feldern gibt es nur noch halb so viele Vögel wie 1980, weil sie zu wenige Insekten zum Fressen finden.

Die Intensiv-Landwirtschaft, der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden machen rund 46 Prozent der Hauptursachen des Artensterbens aus. Doch die bayerischen Bauern wollen sich den schwarzen Peter nicht zuschieben lassen: Sie beklagen ein „Bauernbashing“. Bereits jetzt würden sie schon eine Menge für den Artenschutz leisten.

Im Landkreis Unterallgäu gibt es viele konventionelle landwirtschaftliche Betriebe, die von dem neuen Naturschutzgesetz unmittelbar betroffen wären. Müssen die Bauern jetzt alle auf Öko umstellen? Bedrohen die Forderungen die Existenz der Landwirte? Was muss darüber hinaus getan werden, um das Artensterben zu stoppen? Von der Politik – und von jedem Einzelnen?

Darüber diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger mit dem stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger (FW) und Richard Mergner, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern.

Kartenreservierung

Kostenlose Karten können per E-Mail an jetztredi@br.de oder unter unter Telefon 089/5900-25299 (Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr) reserviert werden. (MK)

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