Johanniter suchen ehrenamtliche Unterstützer mit Hunden

Wer macht mit beim Besuchshundedienst?

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Besuchshunde sind auch in Memmingen stark gefragt.

Memmingen/Unterallgäu – Die Lese- und Besuchshunde der Johanniter sind beliebt. Immer mehr Senioreneinrichtungen, Kitas und auch Privatpersonen wünschen sich, von den eigens geschulten Vierbeinern und ihren Frauchen oder Herrchen besucht zu werden. Auch in Memmingen, Bad Wörishofen und Mindelheim herrscht große Nachfrage und so suchen die Johanniter nun Hundebesitzer aus der Region, die sich für diese Art der ehrenamtlichen Arbeit interessieren.

„Wer Zeit und Lust hat, mit seinem Hund Menschen zu besuchen und damit viel Freude zu schenken, ist bei uns goldrichtig“, sagt Manuela Cyran, die Koordinatorin für Lese- und Besuchshunde bei den Johannitern im Regionalverband Allgäu. Die derzeit 20 Teams besuchen beispielsweise Senioren, die alleine oder in einer Senioreneinrichtung leben, Demenzerkrankte, pflegebedürftige Personen oder Menschen mit Handicap sowie Kinder in Schulen und Kindertagesstätten.

„Es ist immer wieder schön, mitzuerleben, wie leicht die Tiere den Kontakt zu den Menschen aufbauen. Allein ihre Anwesenheit zaubert ein Lächeln auf die Gesichter“, sagt sie. „Die Hunde geben ihrem Gegenüber ein Gefühl von Zuwendung, Aufmerksamkeit und Geborgenheit. Das Spielen, Streicheln und Füttern bereitet beiden Seiten Freude und trainiert ganz nebenbei auch die Feinmotorik, das Sprechen und das Gedächtnis der besuchten Menschen.“ Anders als die Besuchshunde, kommen die Lesehunde der Johanniter überwiegend in schulischen Einrichtungen zum Einsatz. Dort helfen sie Schülerinnen und Schülern, die unter Leseschwäche leiden und Angst vor dem Vortragen vor der ganzen Klasse haben.

Um auf die Besuche gut vorbereitet zu sein, durchlaufen die ehrenamtlichen Hundeführer und ihre tierischen Begleiter eine zwölfstündige Schulung. Diese findet wahlweise in Kempten oder Memmingen statt. Kursinhalte sind unter anderem das Verhalten von Hunden in unterschiedlichen Situationen, Hygiene, sowie die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern, Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen oder Demenzerkrankung. Hinzu kommen Anregungen und Übungen für die Einsatzstunden, Interaktionsspiele und Praxisübungen. „Der Hund sollte einen guten Grundgehorsam mitbringen, sozialisiert, aufgeschlossen, menschenfreundlich, ruhig und nicht schreckhaft sein“, erklärt Manuela Cyran.

Die Mitarbeit ist ehrenamtlich, eine Aufwandsentschädigung wird geleistet. Nähere Informationen zu den Lese- und Besuchshunden erhalten Interessierte direkt bei den Johannitern unter Telefon 0831/52157-0 oder im Internet unter www.johanniter.de/allgaeu. (MK)

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