Junior-Bundestagswahl an der FOS/BOS Memmingen

Die Jugend hätte anders abgestimmt

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Insgesamt nahmen an der FOS/BOS Memmingen 410 SchülerInnen und LehrerInnen an der Juniorwahl teil. Das Ergebnis dürfte so manchen überraschen.

Memmingen - Heuer beteiligte sich die FOS/BOS Memmingen unter Leitung des Wahlteams, bestehend aus Rosina Heindl, Judith Dürr und Manuel Hein, erstmals an der Juniorwahl. Veranstaltet wird diese seit 1999 jeweils zu Europa-, Bundes- und Landtagswahlen vom Verein „Kumulus“ als bundesweites Projekt. Unterstützt wird dies vom Bundestag, dem Familienministerium und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Das Projekt beinhaltet eine Unterrichtssequenz zu Demokratie und Wahlen und umfasst danach den eigentlichen Wahlprozess - von der Wahlbenachrichtigung bis zur Stimmabgabe und der Meldung der Ergebnisse bis auf Bundesebene. Die Ergebnisse aller beteiligten Schulen wurden, wie auch die eigentlichen Wahlergebnisse, ab Sonntag, 24. September, als Hochrechnung und als Endergebnis veröffentlicht. Insgesamt nahmen an der FOS/BOS Memmingen 410 SchülerInnen und LehrerInnen teil. Viele informierten sich im Vorhinein mit großem Interesse über Wahlprogramme der Parteien wie auch deren Kandidaten um ein Direktmandat. Themen, die jungen Menschen besonders wichtig sind, fanden besondere Beachtung. Dabei fiel auf, dass diese gar nicht so oft und intensiv von den Parteien aufgegriffen oder differenziert wurden. Der eigentliche Wahlakt wurde mit Ernsthaftigkeit ausgeführt und anschließend intensiv diskutiert. Auf die Ergebnisse wurde dann gespannt gewartet und diese am Montag mit den Ergebnissen der echten Wahl verglichen und im Unterricht lebhaft besprochen. Besonders stolz waren viele SchülerInnen und deren Eltern, dass aus ihren Reihen viele Erstwähler am Sonntag selbst gewählt hatten. Auch die insgesamt deutliche Entscheidung der Schülerschaft für demokratische Parteien fand breite Zustimmung. Etwas nachdenklicher wurde das Ergebnis hinsichtlich einer möglichen „Regierungsbildung anhand der FOS/BOS-Wahl“ betrachtet. Hier wurde eine starke Zersplitterung auf alle sechs im Bundestag vertretenen Parteien sowie „Die Partei“ deutlich. Insgesamt wählten viele SchülerInnen sehr bewusst ökologisch und sozial gerecht. Aber auch eine stabile Wirtschaft mit wenig Arbeitslosigkeit und „sichere Renten“ waren starke Wahlmotive. Die Ziele des Projektes, eine Auseinandersetzung mit Politik und einer Bürgerbeteiligung über Wahlen sowie eine stärkere Wahlbeteiligung der Teilnehmenden, wurden definitiv erreicht. Außerdem zeigten sich die Schüler begeistert von der Möglichkeit, sich im Vorfeld gemeinsam mit der Wahl und deren Ablauf nicht nur theoretisch auseinanderzusetzen. Ganz sicher waren sich Wahlteam und SchülerInnen, dass dieses Projekt bei der Landtagswahl unbedingt erneut durchgeführt werden muss und wird. So haben die SchülerInnen und LehrerInnen der FOS/BOS Memmingen abgestimmt: CSU 21 Prozent, SPD 15 Prozent, Grüne 17 Prozent, FDP 10 Prozent, Die Linke 8 Prozent, AfD 7 Prozent, ÖDP und Tierschutzpartei jeweils 3 Prozent, Piraten 2 Prozent, „Die Partei“ 5 Prozent und sonstige 5 Prozent. (MK)

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