Kaminwerk mit vielen Highlights - Lage wird trotzdem schwieriger

Start in die neue Saison

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ommen am Mittwoch, 23. Oktober nach Memmingen ins Kaminwerk - die kanadische Supergroup "Saga".

Memmingen - Am 19. September startet das Memminger Kaminwerk in die mittlerweile 9. Saison. Das Kulturzentrum, das im Dezember 2005 Eröffnung feierte, lockt jährlich 40.000 bis 50.000 Besucher nach Memmingen und schreibt ausgeglichene Bilanzen. Trotzdem sehen die Macher immer noch einer ungewissen Zukunft entgegen.

Das Kaminwerk im Memminger Süden hat mittlerweile seinen festen Platz im Veranstaltungsreigen im Allgäu gefunden. Bands wie BAP, Saxon, Sportfreunde Stiller, Sam, Manfred Mann, Uriah Heep, Glasperlenspiel und viele andere lockten in den vergangenen Jahren fast eine halbe Million Menschen an. Der Großteil davon kam dabei aus dem Allgäuer Umland und aus anderen Regionen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Italien. Das freut den 1. Vorsitzenden des Kulturzentrums Memmingen e.V., Matthias Ressler: "Natürlich ist es toll wenn Leute von weither nach Memmingen kommen. Das ist ja auch von der Memminger Hotelerie und vom Handel gerne gesehen. Trotzdem ärgere ich mich, wenn ich aus dem Stadtrat höre, warum man den für auswärtige Besucher Geld in ein Kulturzentrum investiert. Bei solchen Aussagen kann man nur noch den Kopf schütteln. Dass eine Stadt wie Memmingen immer im Wettbewerb steht, haben viele noch nicht kapiert." Für das kommende Programm hat das Kaminwerksteam wieder viele hochkarätige Acts an Land gezogen. Glasperlenspiel, Saga, U.D.O., Alfred Dorfer, Tanzwut, J.B.O. und viele mehr werden noch in diesem Jahr in Memmingen auftreten. Dazu gibt es natürlich wieder jede Menge Filme im Programmkino und auch den einen oder anderen Tanzabend. Eigentlich sollte man meinen alles ist in Ordnung im Kaminwerk. Doch beim Vorsitzenden sitzt die Sorge tief. "Nach acht Jahren ist einiges zu erneuern. Unser Foyer ist zu klein, die Lüftungsanlage ist nach wie vor eine Katastrophe, Türen schließen nicht mehr richtig und vieles mehr. Aber vor allem macht uns die Personalfrage extreme Sorgen." Nachdem das Kaminwerks-Dreigestirn bestehend aus Matthias Ressler, Thomas Kästle und Rainer Schneider in den letzten Jahren wöchentlich bis zu 30 Stunden ehrenamtlich in das Projekt gesteckt hat, sind sie nicht mehr in der Lage neben dem normalen Beruf soviel Zeit zu investieren. "Deshalb sind wir schon im Frühjahr auf die Stadt zugegangen, um einen Arbeitskreis ins Leben zu rufen, der Vorschläge macht, wie die Zukunft des Kaminwerks aussehen kann. Dieser sollte aus Vertretern des Stadtrats, der Stadt, des Kaminwerks und der Wirtschaft bestehen. Stadtrat Thomas Kästle hatte dazu einen Antrag gestellt. Geschehen ist leider nichts. Darum sind wir jetzt auf CSU, SPD, Grüne, ÖDP, CRB, Freie Wähler und FDP zugegangen, um selbst den Arbeitskreis zu gründen." Sollte der Arbeitskreis keine Ergebnisse liefern oder sogar nicht zustande kommen, sieht Ressler für das Kaminwerk eine schwierige Zukunft. "Ich bin trotzdem sehr zuversichtlich, dass wir eine für alle Seiten befriedigende Lösung finden", so Ressler. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Stadtrat seine Ideen und Vorschläge nicht einbringen will. Ein Desinteresse hätte ja auch gravierende Folgen. Bei der Stadtratswahl im kommenden Frühjahr würden sicher noch weniger junge Leute zur Wahl gehen." Mehr über das Programm des Kaminwerks findet man unter www.kaminwerk.de. (MK)

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