In Memmingen startet Kampagne gegen Komasaufen

"Bunt statt Blau"

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Präsentierten "Bunt statt blau". Von links: Brigitte Abrell, Leiterin der DAK in Memmingen, Laura Reiche, Celia Herz, Michelle Kreisel, Betreuungslehrerin Nicole Weiland vom Vöhlingymnasium.

Memmingen - Trinken, bis der Arzt kommt. In den vergangenen Jahren landeten bundesweit immer mehr Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Im Kampf gegen das "Komasaufen" setzt die Krankenkasse DAK-Gesundheit deshalb ihre Kampagne "bunt statt blau" auch in Memmingen fort. Unterstützt wird der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Frau Margareta Böckh, 2. Bürgermeisterin der Stadt Memmingen. Alle Schulen in der Region Memmingen sind bis zum 31. März zur Teilnahme eingeladen.

Laut Bundesstatistik kommen jährlich rund 26.000 Kinder und Jugendliche nach dem Rauschtrinken in eine Klinik. Im Landkreis Memmingen gab es im Jahr 2011 mit 41 Betroffenen einen Anstieg um 51 Prozent. "Es zeichnet sich ab, dass die Zahl der Komasäufer bundesweit auf hohem Niveau bleibt", sagt Brigitte Abrell, Chefin der DAK-Gesundheit in Memmingen. "Daher ist eine anhaltende Aufklärung über die Gefahren des Rauschtrinkens erforderlich. Unsere Kampagne `bunt statt blau´ ist erfolgreich und anerkannt, weil dort die Jugendlichen selbst beim Thema Alkohol Farbe bekennen. Deshalb setzen wir unseren Wettbewerb jetzt im vierten Jahr fort."

Botschaften ohne erhobenen Zeigefinger 

Seit 2010 haben bundesweit 35.500 junge Künstler bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gemalt, davon auch viele Schüler aus dem Landkreis Memmingen. Einen sehr schönen Erfolg gab es für die Schüler des Memminger Vöhlin-Gymnasiums. Von den rund 70 eingereichten Plakaten aus der Kampagne 2012 schafften es zwei in den neuen Jahreskalender 2013. Die Schülerinnen Laura Reiche, Celia Herz und Michelle Kreisel hatten bei der bayernweiten Prämierung die vorderen Plätze belegt. Die Kampagne "bunt statt blau" wurde inzwischen mehrfach ausgezeichnet und wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. "Der Wettbewerb zeigt den Schulen ein guten Weg, das Thema Rauschtrinken nicht mit erhobenem Zeigefinger zu vermitteln, sondern auf kreative Weise", erklärt Margareta Böckh. "Jedes Jahr werden mehr Jugendliche erreicht. Es ist beeindruckend, welche Qualität die Plakate der jungen Künstler haben und welche klaren Botschaften sie gegen Alkoholmissbrauch setzen." Es sei wichtig, das Thema in möglichst vielen Schulen auf den Stundenplan zu setzen. Nach dem Einsendeschluss am 31. März werden die besten Siegerplakate in der Region, bayern- und bundesweit ausgezeichnet. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen. Eine öffentliche Ausstellung der Bilder ist geplant.

Bundes-Drogenbeauftragte lobt Kampagne

Der aktuelle Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt "bunt statt blau" erneut als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die Aktion erhielt 2012 den Health Media Award für "hervorragende Gesundheitskommunikation". Weitere Informationen zum Wettbewerb 2013 gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak-buntstattblau.de. Die Kampagne ist eingebunden in die "Aktion Glasklar", die seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. (MK)

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