Auf den Spuren der Mönche

Kartause Buxheim öffnet am Pfingstwochenende

Wochenlang war die Kartause Buxheim nun geschlossen. Ab 30. Mai soll sich das wieder ändern. 
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Wochenlang war die Kartause Buxheim nun geschlossen. Ab 30. Mai soll sich das wieder ändern.

Buxheim - Auch die Kartause Buxheim mit dem Kartausenmuseum öffnet nach der Zwangspause wieder ihre Pforten – mit veränderten Öffnungstagen und -zeiten sowie entsprechend angepassten Hygiene- und Abstandsregeln.

Vom Pfingstwochenende an (Samstag, 30. Mai, Sonntag, 31. Mai, und Montag, 1. Juni) ist bis auf Weiteres jeweils an den Wochenenden und Feiertagen von 10 Uhr bis 17 Uhr eine Besichtigung möglich. Gruppenführungen können noch nicht stattfinden, Einzelführungen sowie Familienführungen können durchgeführt werden, wenn sie spätestens 48 Stunden vorher angemeldet werden.

Der Heilige Bruno, der Gründer der Kartäuser, hat die Kartausen einst als Ruheplätze beschrieben, als sichere Häfen in turbulenten und schwierigen Zeiten. Wie der Heimatdienst Buxheim e.V. schreibt, treffe dies auch heute noch auf Buxheim zu: Zum einen sei in dem fast 400 Meter langen Kreuzgang, in Bruder- und Priesterchor der Kartausenkirche und im Bibliothekssaal mehr als genügend Platz vorhanden, zum andern biete sich im Gehen durch die verschiedenen Licht- und Farbstimmungen Gelegenheit, um zu innerer Ruhe und Kontemplation zu kommen. Außerdem regen die vielen Darstellungen in Bild, Figur und Architektur, in Geschichten aus den heiligen Schriften oder den Legenden des Ordens und der Heiligen zum Innehalten an. Was die Abstandsregeln angeht, muss man in den kleinen Mönchszellen etwas aufpassen, doch lässt sich im Bereich der nachgebildeten Wohnzelle auch im Garten ein wenig verweilen.

Im Marienmonat Mai lassen sich die zahlreichen Mariendarstellungen entdecken, vom Portal der Kirche beginnend, über den Gang zur Marienkapelle im Bruderchor bis hin zur Himmelfahrt Mariens im Hochaltar oder Maria als heranwachsende Schülerin in der Annakapelle. Stets Neues lässt sich im berühmten Chorgestühl Ignaz Waibls oder in den Bildern und Innenausstattungen der Gebrüder Zimmermann oder des bedeutenden Memminger Malers Johann Friedrich Sichelbein finden.

In der Bruderkirche kann man mit der Hörstation in der ehemaligen Sakristei der Musik aus dem Buxheimer Orgelbuch, der bedeutendsten Sammlung der Orgelmusik des Mittelalters, oder dem Choralgesang der Kartäuser der nahegelegenen einzigen deutschen Kartause, der Marienau, lauschen.

Schließlich führen die Infotafeln durch die wechselvolle Geschichte der bedeutendsten Kartause im deutschsprachigen Raum, der einzigen Reichskartause des Ordens. Weitere Informationen gibt es unter www.kartause-buxheim.de. (MK)

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