Gemeinde investiert in Hochwasserschutz

Neuer Kanal für Kirchdorf

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1.280 Meter Entwässerungsleitungen müssen in den nächsten Monaten verlegt werden.

Kirchdorf a.d. Iller - Die Gemeinde Kirchdorf an der Iller baut zur Verbesserung Hochwasserschutzes und als Reaktion auf solche Ereignisse in jüngster Vergangenheit einen zweiten großen Kanal zur Ableitung von größeren Wassermengen.

Die anspruchsvolle Verlegung der Stahlbetonrohre mit einer Gesamtlänge von circa einem Kilometer legt die Gemeinde in die Hände des Bauunternehmens Max Wild aus Berkheim. Im Juli sollen die Arbeiten für die Erweiterung des Kanals abgeschlossen sein.  

Anstelle eines Kanals wird es im Sommer 2018 zwei parallel verlaufende Kanäle geben. Laut Bürgermeister Rainer Langenbacher soll der neue Kanal der Entlastung des bestehenden Mischwasserkanals im Regenfall dienen. Im Normalfall wird durch diesen das Regenwasser aus dem neuen Trennsystem zur Iller abgeleitet. 

Der betreffende Bauabschnitt startet an der Autobahn A 7 in Richtung Kirchdorf und endet mit dem Anschluss an die Kläranlage in Kirchdorf. Verlegt werden müssen 1.280 Meter Entwässerungsleitungen aus Stahlbeton mit einem Innendurchmesser von 1.400 Millimetern, in einer Tiefe von bis zu fünf Metern. Anspruchsvoll wird für Bauleiter Christian Sauer und sein Team der Trassenbereich an der Autobahn A 7 sein. Denn auf einer Länge von 60 Metern sind die Rohrleitungen unterhalb der Autobahn zu verlegen. 

Um das 60 Meter lange Teilstück zu bewältigen, greift die Firma auf eine grabenlose Technologie zurück, die sich Microtunneling nennt. Damit es bei den Bohrarbeiten unterhalb der Autobahn im April keine bösen Überraschungen gibt, werden im Vorfeld sogenannte Georadaruntersuchungen durchgeführt. Dass im Untergrund Hindernisse warten, kann bei solchen Microtunneling-Projekten durchaus vorkommen. Wichtig ist deshalb, den Ist-Zustand des Untergrunds noch vor der Bohrung zu dokumentieren, um mögliche Bohrhindernisse ausschließen zu können. (MK)

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