„Beste Entscheidung in meiner Amtszeit“

Klinikum: Patienten-Balkon der Palliativstation feierlich eröffnet

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Der sichtlich gut gelaunte Patient Heinrich Schuster stößt mit einer Schwester auf den neuen Balkon der Palliativstation an.

Memmingen – Mit einer Eröffnungsfeier des Klinikums und des Klinik-Fördervereins, als Dankeschön für alle Spender und Unterstützer, wurde der nun fertiggestellte Patienten-Balkon der Palliativstation des Klinikums vorgestellt und eröffnet. Der Balkon ermöglicht schwerstkranken Patienten, die verschiedenen Facetten der Natur nochmals bewusst zu erleben.

Angestoßen haben dieses Projekt der mittlerweile verstorbene Thomas Kahnert und dessen Frau Heike. Kahnert lag fünfmal auf der Palliativstation des Memminger Klinikums und hatte sich gewünscht, „noch einmal die Sonne auf der Haut“ zu spüren. Thomas Munding, bisheriger Vorsitzender des Klinik-Fördervereins, dankte allen Spendern, insbesondere aber der finanziellen Unterstützung durch die Paula Kubitscheck-Vogel Stiftung und der Bayerischen Landesstiftung. Dank deren Engagement konnte dieser Balkon gebaut und „dieses großartige Patienten-Projekt umgesetzt werden“.

Tief beindruckt zeigte sich auch Oberbürgermeister Manfred Schilder. Eine solche Idee umzusetzen, sei nicht ganz einfach, deshalb zeigte sich das Stadtoberhaupt außerordentlich dankbar, dass die Realisierung gelungen ist. „Unseren todkranken Menschen die Möglichkeit zu geben, nochmals die Sonne und den Wind auf der Haut zu spüren oder bei klarer Nacht die Schönheit des Sternenhimmels wahrzunehmen, muss für uns Verpflichtung sein, ein solches Projekt zu verwirklichen. Ich danke daher allen, die mit ihren Spenden diesen Balkon möglich gemacht haben“, sagte Schilder.

Auch für den ärztlichen Direktor, Professor Dr. Albrecht Pfeifer, zählt nicht nur das Balkon-Projekt, dessen Idee auf den Wunsch eines Patienten zurückgeht, zu den „besten Entscheidungen, die in meiner Amtszeit getroffen wurden“. Vielmehr sei die Eröffnung einer Palliativstation, die in ihrer nun zehnjährigen Geschichte mittlerweile 1.500 Patienten versorgt hat, von immenser Bedeutung: „Die Einrichtung war wichtig und richtig.“

Ausführender Architekt Helmut Schedel informierte die Anwesenden in einem interessanten Rückblick über die einzelnen Stationen – vom Bauantrag bis zur Umsetzung des rund 180.000 Euro teuren Projektes – und bezeichnete es als nicht ganz einfaches Unterfangen, einen Balkon an ein bestehendes Gebäude anzuhängen. Stationsleiterin Angela Ludwig bezeichnete das Balkon-Projekt als „unseren Traum und unseren Wunsch“ seit der Eröffnung der Palliativstation.

Dass der Balkon auch tatsächlich die Patienten begeistert und gut angenommen wird, bestätigte indes Patient Heinrich Schuster aus Illertissen, der sichtlich wohlgelaunt den Ausblick vom neuen Balkon genoss.(jw)

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