Keine Klassenzusammenlegung im Schuljahr 2013/14

"Buxheimer Grundschule richtig kombiniert?"

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Wann kommt die erste Kombiklasse in der Buxheimer Grundschule?

Memmingen - Sommer – Sonne – Ferien! Wer denkt da schon an die Schule, gerade nach den vergangenen Debatten um die Einführung von jahrgangskombinierten Klassen in der Buxheimer Grundschule? Im neuen Schuljahr 2013/14 werden fünfunddreißig Erstklässler und neununddreißig Zweitklässler nun doch weiter altershomogen unterrichtet. Vorausgegangen war die Absicht des Staatlichen Schulamtes des Landkreises Unterallgäu und der Stadt Memmingen eine Kombi-Klasse der Jahrgangsstufen 1 und 2 zu bilden, welche zu einer starken Reaktion von Eltern mit betroffenen Kindern führte.

Schulamtsdirektor Bertram Hörtensteiner und Maren Hankl, Grundschullehrerin in Türkheim, war es am Infoabend, der Ende Juni stattfand, nicht gelungen die Sorgen und Vorbehalte der Eltern auszuräumen - was auch die im Anschluss erhobene Elternbefragung ergab. In der Elternschaft machte sich auch die Meinung breit, dass durch die "kurzfristige" Einführung für 2013/14 einer Kombi-Klasse Sparpolitik, auf dem Rücken der Kinder, betrieben werde. Zudem stehen im Augenblick keine Lehrer in Buxheim bereit, die Erfahrung mit diesem neuen Konzept der Kombi-Klassen haben. Nach Meinung des Schulamtsdirektors Bertram Hörtensteiner ist die Kombi-Klasse von pädagogischen Gesichtspunkt aus eine Bereicherung, da das gemeinsame Erarbeiten von Unterrichtszielen einen positiven Einfluss auf die Schüler habe. Durch die individuell angepasste Förderung jedes Einzelnen kann so ein besserer Leistungsstand erreicht werden. Das Konzept der Kombi-Klassen ist nicht nur ein Notfallplan zur Erhaltung von Schulen in Regionen mit rückgängigen Schülerzahlen und zur Einsparung von (Personal-)Kosten. Viel mehr ist es, laut Schulamtsdirektor Bertram Hörtensteiner, der positive Aspekt dass Kinder in altersgemischten Gruppen, wie schon Jahre in den Kindergärten bewährt, voneinander und miteinander lernen und zudem deren soziale Kompetenz geschult wird. Das Thema Kombi-Klasse ist für das Schuljahr 2013/14, wie Bürgermeister Werner Birkle in der Sitzung vom 29. Juli mitteilte, zwar nicht mehr relevant, jedoch wird sich nächstes Schuljahr bei nichtverbesserter Schülerzahl eine neue Diskussion ergeben. Dabei sollte die intensive Auseinandersetzung mit der Problematik zwischen Schulamt, Lehrern und Eltern zu einem für alle tragbaren Konsens führen. Im Mittelpunkt sollten hierbei vor allem die Interessen und Bedürfnisse der Kinder stehen. (ds)

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