Handwerksberufe sind auch jetzt eine sichere Basis

Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim besucht beste Junggesellen

Junger Mann mit Zertifikat vor Maschine
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Unser Foto zeigt Daniel Lippert, der seine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker FR Maschinenbau bei der Wanzl Metallwarenfabrik GmbH in Kirchheim als Bester unter den Besten abschloss.

Memmingen/Mindelheim - Im Laufe eines langen Arbeitslebens vergisst man sicherlich viele Details aus Schul- und Ausbildungszeit, was aber im Gedächtnis haften bleibt, ist der festliche Abschluss dieses Lebensabschnittes. Es ist ein ganz besonderer Moment, wenn man feierlich das Abschlusszeugnis überreicht bekommt, die Bestätigung der erbrachten Leistung sowie erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, die Bestätigung, für den erlernten Beruf qualifiziert zu sein.

So ist es auch bei den beiden Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim seit vielen Jahren gute Tradition, die Auszubildenden in Handwerksberufen nach bestandener Gesellenprüfung in festlichem Rahmen gemeinsam freizusprechen und die Gesellenbriefe zu überreichen. Zu den schönsten „Pflichten“ gehört dabei immer, die jungen Handwerker/-innen, die ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und hervorragenden Leistungen abgeschlossen haben, besonders zu ehren.

Feiern mit Ehrung entfällt

Seit einem Jahr nun ist durch Corona alles anders. Keine großen Feiern mit Ehrung auf der Bühne, alles entfällt. Doch das Handwerk zeichnet sich schließlich auch durch Kreativität aus, und so fand man eine Lösung, wie man wenigstens die Besten ehren kann. So machten sich im Bereich der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim die Vorstandsmitglieder Horst Dargel und Alois Göppel mit Geschäftsführer Gottfried Voigt auf den Weg, um den Besten und ihren Ausbildungsbetrieben vor Ort persönlich zu gratulieren und auch auf diese Weise ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Denn die Junggesellen hatten sich von den coronabedingten Erschwernissen während der Ausbildung nicht entmutigen lassen, sondern krempelten die Ärmel hoch und meisterten ihre Prüfung mit Bravour, auch dank der hervorragenden Unterstützung durch ihre Ausbildungsbetriebe.

Stärke des regionalen Handwerks

Natürlich wurden diese Besuche auch gerne zu einem Gedankenaustausch über die aktuelle Situation genutzt. Gerade in diesen Zeiten beweise sich die Stärke des regionalen Handwerks, waren sich die Gesprächspartner einig. Eine handwerkliche Ausbildung sei ein Garant für eine sichere berufliche Zukunft, denn gut ausgebildete Handwerker würden immer benötigt. Gerade jetzt zeige sich wieder, dass ein akademischer Abschluss nicht das Maß aller Dinge ist. Außerdem sei eine handwerkliche Ausbildung eine gute Basis für ein Studium oder für eine Unternehmensgründung.

Zehn besonders erfolgreich

Im Bereich der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim haben zehn Auszubildende ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und hervorragenden Leistungen abgeschlossen. Bester der Besten ist Daniel Lippert, Feinwerkmechaniker FR Maschinenbau (Ausbildungsbetrieb Wanzl Metallwarenfabrik GmbH, Kirchheim). Ihm folgen (in Klammer jeweils der Ausbildungsbetrieb) Lukas Schneider, Feinwerkmechaniker FR Maschinenbau, (Kappes Maschinenbau GmbH, Pfaffenhausen), Valentin Reisch, Land- und Baumaschinenmechatroniker (Albrecht & Gerber Baum GmbH, Bad Grönenbach), Lucas Neumann, Fliesen-, Platten- u. Mosaikleger (Raith Bad & Wärme GmbH, Ottobeuren), Fabian Weixler, Land- und Baumaschinenmechatroniker (Stefan Reichart Landtechnik, Pfronten), Lukas Baalß, Land- und Baumaschinenmechatroniker (Gerhard Feldmeier, Nördlingen), Kevin Raffler, Elektroniker FR Energie- u. Gebäudetechnik (Georg Steinle Elektroinstallation, Babenhausen), Martin Faulhaber, Elektroniker FR Energie- und Gebäudetechnik (Egger Elektrotechnik GmbH, Buch-Ritzisried) sowie Emanuel Maurus, Elektroniker FR Energie- und Gebäudetechnik (Günter Niederwieser Elektrotechnik, Böhen). (prb)

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