Brücke für Kultur

Kulturamt Memmingen bietet Unterstützung für ansässigen Kunstschaffende

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Viele Kunstschaffende haben in diesem Jahr coronabedingt enorme finanzielle Einbußen (Symbolfoto)

Memmingen - Angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie und einer schwierigen Lage für Kultur möchte das Kulturamt der Stadt Memmingen die ansässigen Kunstschaffenden, zuvorderst die soloselbständigen Künstler*innen, zu einer gemeinsamen Bestandsaufnahme über ihre derzeitige Situation einladen.

Nach den vielen Monaten starker Einschränkungen ist das Ziel, eine Brücke zu bauen in die Zeit, in der Kultur wieder freier umgesetzt werden darf. Wo bestehen finanzielle Notlagen, welcher Beitrag ist jetzt sinnvoll? 

Im städtischen Kulturamt setzt man darauf, dass sich soloselbständige Künstler*innen in und um Memmingen kenntlich machen. „Gemäß unseren Kapazitäten wollen wir den Lebensentwurf, sich beruflich selbständig und ganz und gar dem Schaffen von Kultur zu widmen, unterstützen“, so Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer.

Im Ergebnis sind unterschiedliche Hilfestellungen denkbar wie die Unterstützung beim Online-Ticketing, der Beistand bei der Erstellung des Hygienekonzepts, aber auch die Beschaffung dringender Arbeitsmittel, die Bereitstellung von Räumen oder Lückenfinanzierungen für Bühnenauftritte. Auch Initiativen, die sich für Kulturschaffende einsetzen oder Aktionen in diesem Sinne planen, könnten davon profitieren. 

Grundlage des Angebots ist eine Entscheidung des Memminger Stadtrates in Ergänzung zur Absage des städtischen Kultursommers „Memminger Meile“. Mit Hilfe der Sponsoren wurden den engagierten Künstlerinnen und Künstlern Ausfallgagen bezahlt. Nun ist zu prüfen, wie mit den verbliebenen Mitteln die lokale Szene unterstützt werden kann. Nach ersten Gesprächen zeichnet sich bereits ein diverses Spektrum an Erfordernissen ab. Neben der finanziellen Unterstützung steht auch die Sichtbarkeit einer professionellen lokalen Szene im Zentrum der Überlegungen. „Diese auch den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen wäre ein Ziel, das über punktuelle Aktionen hinausginge. Vielleicht ist dazu eine digitale Kulturplattform gekoppelt mit Präsentationsformen im Stadtraum jetzt der richtige Weg. Im allerbesten Fall erweist sich das Projekt als Experimentierfeld für kulturelle Zukunftsaussichten der Stadt Memmingen“, so heißt es aus dem Kulturamt, das damit seiner Verantwortung als Ansprechpartner mehr Raum geben möchte. 

Der Dialog kann im persönlichen Gespräch geschehen, als Wortmeldung per eMail an kulturamt@memmingen.de oder in einem Folgeschritt auch in einer größeren gemeinsamen Runde. (MK)

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