Festwochen-Kunstausstellung 2014 ehrt Trunkelsberger Künstler

Bartenschlager erhält Kunstpreis

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Kunstpreisgewinner Jürgen Bartenschlager (1. von links) wurde für sein Werk "Smoke on the water" von OB Thomas Kiechle ausgezeichnet. Daneben Gebärdendolmetscherin Ute Fieger.

Trunkelsberg/Kempten: Mit seiner digitalen Fotografie "Smoke on the Water" aus dem Zyklus "LPs" hat Jürgen Bartenschlager aus Trunkelsberg, der erstmals ein Werk für die Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche eingereicht hat, die Jury auf Anhieb überzeugt. Er erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreis der Stadt Kempten.

Ein echter Publikumsrenner ist sie schon lange, die Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche im Hofgartensaal der Residenz. Noch bis zum 14. September zeigt sie heuer zum 65. Mal Werke Allgäuer Künstler, die von einer siebenköpfigen Jury unter Vorsitz von Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle ausgewählt wurden. 66 Exponate – 15 Malereien, 18 Plastiken/Skulpturen, 14 Grafiken, elf Fotoarbeiten, sieben Bildobjekte und ein Video – von 27 Künstlerinnen und 30 Künstlern sind derzeit zu sehen. Eingereicht wurden insgesamt 452 Werke von 109 Künstlern, 142 Künstlerinnen und einer Künstlergruppe. Vier Künstler haben sich zudem mit Werken für den öffentlichen Raum beworben. Zwei der dafür eingereichten Objekte werden auf der Südseite der Residenz gezeigt; je eins von Karl Maurer und Daniel Probst. Bei den Künstlern begehrt sind auch die drei zu vergebenden Preise, deren "Gewinner" auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurden. Einer dieser Gewinner ist Jürgen Bartenschlager aus Trunkelsberg. Sein Werk "Smoke on the Water" überzeugte die Jury auf Anhieb. Die großformatige Fotografie zeigt die Rillen einer Schallplatte, was sich nicht sofort erschließt und eher an Wellen erinnert. "Normalerweise sieht man nur eine schwarze Scheibe", erklärte Bartenschlager, dass er dabei versucht habe, die legendäre Geschichte hineinzuinterpretieren, die um die Aufnahme des Stückes von Deep Purple rankt. Die Begründung der Jury hebt unter anderem hervor, dass "die Emotion der Abbildung in den Unebenheiten des Dargestellten begründet liegt. Die Platte wurde oft abgespielt, abgenutzt. Die Aufnahme zeigt, wie Nadel und Staub in einem bildnerischen Vorgang aktiv sind." Eine Begründung, die Kiechle für eine weitere Assoziation aufgriff: "Das Rauschen macht die Platte", denn "das Leben ist nicht perfekt, gerade diese Furchen machen es aus." Bartenschlager ist seit 1992 als selbstständiger Fotodesigner in der Werbefotografie tätig und hat Fotodesign an der Adolf LAZI Akademie in Esslingen studiert. Seine Arbeiten wurden bereits in etlichen Büchern, Zeitschriften und Museen veröffentlicht. (MK)

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