Ohne Absturz durch die Krise:

DGB Allgäu fordert Anhebung des Kurzarbeitergeldes

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Eine kräftige Anhebung des Kurzarbeitergeldes fordert der DGB Allgäu.

Allgäu - Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen zeigen: Im Agenturbezirk Kempten-Memmingen haben zum Stichtag 25. März über 230 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind über 7200 Beschäftigte.

Die tatsächliche Zahl liege darüber und werde in den kommenden Tagen und Wochen noch weiter rapide nach oben steigen, so der DGB-Kreisvorsitzende Ludwin Debong. Eine heute veröffentlichte Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit habe schon bundesweit rund 470.000 Anzeigen von Betrieben registriert – eine immens hohe Zahl, die zeige, wie groß die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben sind. Diese Zahlen werden sich in den kommenden Monaten erst in der Statistik niederschlagen. „Arbeitgeber und Bundesregierung müssen sich jetzt bewegen. Auch die Beschäftigten, die nicht unter dem Schutz eines Tarifvertrags stehen, müssen ohne Absturz durch die Krise kommen. Das Kurzarbeitergeld muss auf mindestens 80 Prozent angehoben werden“, fordert Debong. Jüngst sind die Regelungen zur Kurzarbeit geändert worden: Betriebe können diese Unterstützung angesichts der Corona-Krise jetzt schneller und früher erhalten und werden zudem von sämtlichen Lohnkosten befreit, da ihnen die Sozialversicherungsbeiträge erstattet werden. Die Beschäftigten erhalten 60 beziehungsweise 67 Prozent ihres bisherigen Nettogehalts. „Einen Teil der Entlastung bei den Lohnkosten sollten die Arbeitgeber verpflichtend an die Beschäftigten weitergeben müssen, um deren Einkommen aufzustocken. Wenn sie das nicht am Verhandlungstisch zusichern, muss die Bundesregierung die entsprechende Verordnung jetzt anpassen und die Arbeitgeber verpflichten“, fordert der Gewerkschafter. Zwar sei das Prinzip Kurzarbeit äußerst sinnvoll, denn es helfe, Einbrüche zu überbrücken und Beschäftigung zu sichern. „Aber die Lohneinschnitte sind bitter. Gerade diejenigen mit kleinen Einkommen sind besonders hart betroffen. Viele Beschäftigte geraten durch Mieten und andere finanzielle Verpflichtungen in existenzielle Nöte“, warnt Debong. (MK)

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