Die Lehre des „Wasserdoktors“ voranbringen

Landeshauptversammlung des Kneipp-Bundes Bayern

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Landrat Hans-Joachim Weirather, Referent Michael Münch, Bruno Fein vom Kneippverein Memmingen, Landesvorsitzende Ingeborg Pongratz und Präsident MdL Klaus Holetschek (von links).

Memmingen - Unter ihrem Jahres-Motto „Wissen, was gesund hält“ tagte der Landesverband Bayern e.V. des Kneipp-Bundes in Memmingen und hielt seine Landeshauptversammlung ab. Delegierte von rund 120 bayerischen Kneipp-Vereinen trafen sich dazu im Hotel „Weisses Ross“. Der Kneipp-Bund mit seinen 13 Landesverbänden und Kneipp-Vereinen ist die größte nichtkommerzielle Gesundheitsorganisation Deutschlands.

Wie bleibe ich gesund – und das möglichst lange?“ Diese Frage stellte Ingeborg Pongratz als Landesvorsitzende des Kneipp-Bundes, Landesverband Bayern, in den Mittelpunkt ihres Eingangsstatements. „Kneipp-Vereine setzen viele Grundideen von Sebastian Kneipp in ihrer ehrenamtlichen Arbeit um und haben für die persönliche Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung einen hohen Stellenwert – zumal die Kosten im Gesundheitswesen immer mehr steigen und jeder Einzelne Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen muss“, so Pongratz. Und auch der Präsident des Kneipp-Bundes, MdL Klaus Holetschek, forderte in seinem Grußwort: „Wir wollen, dass die Bewegung noch stärker wird und dass die Lehre Kneipps durch innovative Projekte vorangebracht und fortgeführt wird und in vielen Einrichtungen unseres Landes, beispielsweise in Kitas, angewendet wird.“ Jede Anwendung sei eine Zuwendung am Menschen. „Warum geben wir also der Naturheilkunde nicht einen größeren Stellenwert? Wir brauchen Menschen, die an die Dinge glauben und auch umsetzen“, so Holetschek.

Regionalvorsitzende Ida-Anna Braun beklagte die Schwierigkeiten mancher Vereine bei der Suche nach geeigneten Vorsitzenden. Hier müsse die Kneipp-Bewegung noch aktiver werden. Oberbürgermeister Manfred Schilder hob das immerwährende Zusammenwirken von Geist und Körper der Kneippschen Lehre hervor und nannte es eine Wertschätzung der Heilkunst, die mehr Beachtung verdiene. Landrat Hans-Joachim Weirather stufte das Kneippland Unterallgäu als Markenträger ein.

Kneipp sei viel mehr als nur Wasser, sondern eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Lebens, betonte die Landesvorsitzende Pongratz. „Unser Ziel ist ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur.“ Aus der ursprünglichen Wasser- und Kräuterheilkunde von Sebastian Kneipp (1821 – 1897) habe sich ein anerkanntes Naturheilverfahren und Präventionskonzept entwickelt, das auf den fünf Elementen Wasser, Bewegung, Heilpflanzen, Ernährung und Lebensordnung basiere. Kneipps Lehre zu verbreiten und zur Gesundheit möglichst vieler Menschen vorsorglich beizutragen, sei das Bestreben. Die ganzheitlichen Methoden von Kneipp zielen in eine Richtung. Dabei unterscheidet man zwei unterschiedliche Wirkungsweisen. Auf der einen Seite sollt die klassische Kneipp-Kur gegen die verschiedensten akuten und chronischen Krankheiten wirken und helfen, die Selbstheilungskräfte des Menschen wieder instand zu setzen. Auf der anderen Seite bietet Kneipp verschiedene Anwendungen für Gesunde, die gesund bleiben oder noch gesünder werden wollen.(jw)

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