Theater „jenseits allem Gewohnten“

Landestheater Schwaben stellt neuen Spielplan 2020/21 vor

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Corona erschwert auch dem LTS die Zukunftsplanung. Etwas Optimismus ist dennoch möglich – der neue Spielplan steht.

Memmingen – „Ein klein wenig Optimismus walten lassen“ konnte die Intendantin des Landestheaters Schwaben, Dr. Kathrin Mädler, bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Spielplans 2020/21. Wegen der Corona-Krise sei es sehr schwer ein Programm zu planen und deshalb werde es ein Theater „jenseits allem Gewohnten“ geben, erläutert die Intendantin.

Es werden nicht mehr als 80 bis 100 Personen im großen Haus und zehn bis 15 im Studio zugelassen sein und auch die Spielzeit könne nicht so stattfinden wie geplant. „Wir wollen und wir müssen spielen“, so Mädler und fügte hinzu: „Wer außer dem Theater wäre in der Lage, kreative Situationen zu spielen.“ Um die Kreativlosigkeit zu brechen habe man sich zu einem Schritt entschieden, von dem man überzeugt sei, dass er der Richtige ist. Mädler will dabei aber keine künstlerischen Kompromisse machen und deshalb werde der komplette, ursprünglich geplante Spielplan und auch die „Bayerischen Theatertage“ auf 2021/22 verschoben.

„Zwischen den Zeiten“ heißt der in den vergangenen zwei Wochen gänzlich neu entworfene Spielplan, der das Publikum „berühren und beglücken“ soll und „Wärme und Umarmung versprüht“, so Mädler weiter. Das Landestheater passt sich dabei der Zeit an und so werde man künstlerisch und inhaltlich auf Fragen eingehen, die uns in den vergangenen Wochen und Monaten beschäftigt haben. „Was macht uns einsam? Wie finde ich aus der Isolation zurück ins Leben? Wird uns diese Zeit tatsächlich verändern?“ Der Spielplan ist dabei so flexibel, dass man jederzeit umdisponieren könne und die Stücke sind auch nur in kleiner Besetzung mit ein bis vier Schauspielern geplant. Es wird 16 Premieren geben, darunter fünf Ur- und Erstaufführungen sowie eine theatrale Stadtraumbespielung. Darunter sind auch zwei Stücke für das junge Publikum sowie ein musikalischer Balladenabend.

Den Abonnent*Innen wird in dieser Spielzeit ein flexibles Anrechtskarten-System angeboten. „Wir hoffen, dass unsere Abonnent*Innen an ihren Abos festhalten und wir gemeinsam durch diese Spielzeit gehen können“, appelliert Mädler.

Die gesamte Pressekonferenz ist unter dem Link: www.youtube.com/watch?v=OxTj8Rlejzg&feature=youtu.be zu sehen. (ew)

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