Landgerichtspräsident begrüßt BeamtenanwärterInnen

Nachwuchskräfte für die Justiz

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Das Foto zeigt (von links) die Justizsekretäranwärterinnen Julia Rätsch, Melissa Lieb, Dorothea Gänzer, Karlheinz Kienle (Ausbildungsbeauftragter des Landgerichts Memmingen), Justizsekretäranwärterin Deborah Jehle, Vizepräsident des Landgerichts Memmingen Jürgen Brinkmann, Justizsekretäranwärter Jens Schlageter, Justizsekretäranwärterin Loana Dimter, Präsident des Landgerichts Memmingen Dr. Thomas Ermer und die Justizsekretäranwärterinnen Ellen Reifschneider und Winona Huynh.

Memmingen - Der Präsident des Landgerichts Memmingen, Dr. Thomas Ermer, begrüßte jetzt die neuen Nachwuchskräfte für den Justizfachwirtedienst, die bereits am 1. September 2017 ihre Ausbildung im Landgerichtsbezirk begonnen haben.

Die Beamtenanwärterinnen und -anwärter haben inzwischen den ersten fachtheoretischen Abschnitt ihrer Ausbildung an der Justizakademie in Pegnitz absolviert und machen jetzt die ersten praktischen Erfahrungen bei der Anwendung ihrer theoretischen Kenntnisse. Der Praxisteil wird ergänzt durch einen begleitenden Unterricht, der zur Vertiefung der Theorie beitragen soll. Ausbildungsgerichte sind die Amtgerichte Günzburg, Memmingen und Neu-Ulm. 

Die acht Auszubildenden sind Teil des Ausbildungsjahrgangs 2017, der in ganz Bayern ungefähr 180 Anwärterinnen und Anwärter ausmacht. Die Auszubildenden, die alle aus dem Landgerichtsbezirk stammen und einen Realschulabschluss oder Abitur vorweisen können, schätzen die heimatnahen Ausbildungsgerichte. Gefragt nach der Motivation zu ihrer Berufswahl haben die jungen Menschen übereinstimmend die Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz und das hohe Ansehen der Justiz in der Öffentlichkeit genannt. Bereits in den wenigen Monaten der Ausbildung konnten die Nachwuchskräfte feststellen, dass in ihrem künftigen Beruf als Justizfachwirt selbständiges Arbeiten und die Übernahme von Verantwortung hohe Priorität hat. 

Justizfachwirte werden in Bayern als Mitarbeiter eines Richters, Staatsanwalts oder Rechtspflegers in einer Serviceeinheit, als unabhängige Urkundsbeamte, für die Geschäftsstellenverwaltung, für die Protokollführung bei Gerichtsverhandlungen, für die Kostenbehandlung (Berechnung von Gerichtskosten) und zur Erledigung des anfallenden Schreibwerks einsetzt. Die Anwärter des Justizfachwirtedienstes absolvieren während des regelmäßig am 1. September jeden Jahres beginnenden zweijährigen Vorbereitungsdienstes vier fachtheoretische Lehrgänge an der Bayerischen Justizakademie Pegnitz sowie berufspraktische Ausbildungsabschnitte beim Amtsgericht, beim Landgericht und bei der Staatsanwaltschaft. 

Die Justizbehörden bieten interessierten Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, ein Praktikum zu absolvieren, um so die verschiedenen Berufsbilder bei der Justiz kennenzulernen. Informationen gibt es auch auf www.justiz.bayern.de/berufe-und-stellen. (MK)

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