Landrat Weirather blickt auf 2012 zurück

Landkreis-Jubiläum und wichtige Projekte

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Eines der vielen Projekte, die im Landkreis im Jahr 2012 angestoßen wurden, war im August der Spatenstich zur Verlegung der Kreisstraße MN 17 in Memmingerberg.

Unterallgäu - Mit Führungen zu den Naturschönheiten der Region, Exkursionen und Entdeckungsreisen auf den Spuren der Kelten oder zu den Burgen und Schlössern im Landkreis: Das Jahr 2012 stand laut Landrat Hans-Joachim Weirather mit vielen Veranstaltungen ganz im Zeichen des Jubiläums "40 Jahre Landkreis Unterallgäu". Daneben seien in den verschiedensten Bereichen wichtige Projekte abgeschlossen, weitergeführt oder begonnen worden.

So seien heuer beispielsweise über fünf Millionen Euro in die Kreisstraßen investiert worden, blickt Weirather zurück: "Im Mittelpunkt standen hier die Höhenfreimachung der Bad Wörishofer Straßen in Mindelheim, der Neubau einer Entlastungsstraße für Memmingerberg sowie der Ausbau der Ortsdurchfahrten in Ottobeuren und Wolfertschwenden." Während die beiden Ortsdurchfahrten in diesem Jahr bis auf Restarbeiten fertiggestellt wurden, seien auch die Arbeiten in der Bad Wörishofer Straße in Mindelheim weit fortgeschritten: Unter anderem sei Anfang Juli in nur einer Nacht das rund 1500 Tonnen schwere neue Brückenbauwerk an seine endgültige Position geschoben worden. In Memmingerberg (siehe Bild) habe am 14. August der Spatenstich statt stattgefunden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir hier schon zu den Sommerferien 2013 den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten feiern können", so Weirather. Ein langer und äußerst kostenintensiver Weg liege mit den umfassenden Sanierungen mehrerer Schulgebäude vor dem Landkreis, blickt der Landrat in die Zukunft. "Wir möchten diese aber nicht auf die lange Bank schieben, sondern jetzt so schnell wie möglich anpacken." Geplant sei, im Jahr 2013 nach Monaten der intensiven Planung die Generalsanierungen der Altbauten der drei Schulzentren in Babenhausen, Ottobeuren und Türkheim in Angriff zu nehmen. Begonnen worden sei in diesem Jahr bereits mit den Generalsanierungen des Altbaus der Staatlichen Berufsschule in Memmingen und des südlichen Nebengebäudes der Staatlichen Berufsschule in Mindelheim. "Der Landkreis Unterallgäu steht vor großen Aufgaben - allein die Schulsanierungen werden in den kommenden sechs Jahren mit insgesamt 54,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Der Landkreis muss hiervon rund 26 Millionen Euro stemmen", so Weirather. Möglich werde dies auch dank der guten Wirtschaftskraft, betont der Landrat. Die heimischen Firmen arbeiteten äußerst erfolgreich. Dies spiegelten auch die Arbeitslosenquoten wider: Sie lagen zwischen 1,7 und 2,5 Prozent. "Damit gehörten wir im Bundesvergleich auch 2012 wieder zu den Landkreisen mit der geringsten Arbeitslosigkeit." Grund zur Freude habe es auch in weiteren, ganz unterschiedlichen Bereichen gegeben: So seien etwa mit einem neuen "Festsiegel" für verantwortungsvolle Veranstalter und einem Partypass für Jugendliche zwei Dinge eingeführt worden, die dazu beitragen sollen, dass im Unterallgäu auch künftig zünftig gefeiert werden könne. Zudem freue er sich über die Entwicklung der drei Kreis-Seniorenwohnheime in Babenhausen, Bad Wörishofen und Türkheim ebenso wie über die Entwicklung der beiden Kreiskliniken in Mindelheim und Ottobeuren: "Unsere Häuser leisten hervorragende Arbeit und werden von den Patienten gut angenommen", so Weirather. Viele Schritte vorangekommen sei der Landkreis in diesem Jahr auch in einem anderen wichtigen Bereich: "Unser Seniorenkonzept ist etwas sehr Lebendiges, in das sich viele Menschen aktiv einbringen, um im Unterallgäu ein attraktives Lebensumfeld für unsere älteren Mitbürger zu schaffen." 2012 seien ehrenamtliche Wohnberater geschult worden, es habe eine Informationskampagne rund um Demenz und andere psychische Erkrankungen im Alter gegeben, das "Rezept für Bewegung" (bei dem Ärzte und Sportvereine eng zusammenarbeiten) sei ins Leben gerufen worden und die Kreiskliniken hätten eine interessante Vortragsreihe rund um präventives Verhalten beigesteuert. Zudem sei nach vielen Monaten Vorarbeit Ende Juli das fertige Klimaschutzkonzept im Kreistag präsentiert worden. Das Unterallgäuer Energieteam habe ehrenamtlich und äußerst engagiert 59 Projekte in den Bereichen "Nachhaltig Bauen und Sanieren", "Energieeffizienz", "Erneuerbare Energien" und "Mobilität" erarbeitet. Nun gelte es auch hier, diese mit Leben zu erfüllen. (MK)

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