Einer, der berät, wenn es summt und brummt

Landratsamt sucht ehrenamtliche Wespen- und Hornissenberater

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Wespenberaterin Bettina Ahlborn beim Umsiedeln eines Wespennestes.

Unterallgäu - Wespen und Hornissen gelten landläufig als Plagegeister. „Doch Hornissen, Hummeln, Wildbienen und einige Wespenarten zählen zu den besonders geschützten Tieren und sind keineswegs gefährlich, sondern sehr nützlich“, sagt Stephanie Schindler, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Unterallgäu. Im Unterallgäu sollen deshalb künftig ehrenamtliche Wespen- und Hornissenberater die Bevölkerung aufklären.

„Wir suchen interessierte Personen, die sich als Fachberater ausbilden lassen“, erklärt Schindler. Die Ausbildung schließt mit einer Erfolgskontrolle und mit der Aushändigung eines Fachberater-Zertifikats ab. „Neben dem Interesse am Naturschutz sollten künftige Berater auch über Geduld und Einfühlungsvermögen verfügen“, sagt Schindler. Zu den Aufgaben der Berater zähle auch, in persönlichen Gesprächen über die Tiere zu informieren und Vorurteile abzubauen. „So helfen die Berater, dass geschützte, seltene und harmlose Arten nicht unnötig gestört oder sogar vernichtet werden“, so Schindler. 

Das anhaltende Insektensterben brauche ausdauernde Unterstützung von engagierten Personen. Die erste Fortbildung findet am Freitag und Samstag, 10. und 11. Mai, am Landratsamt Unterallgäu statt und wird von der Unteren Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit mit den Wespenberatern Bettina und Jan-Erik Ahlborn durchgeführt. Zu den Inhalten zählen biologische und rechtliche Grundlagen ebenso wie eine intensive Schulung in der Bestimmung der Insekten und ihrer Nester. 

Weitere Informationen geben die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde, Telefon 08261/995-259, oder die Wespenberater Bettina und Jan-Erik Ahlborn, Telefon 0172/8396702. Anmelden können sich Interessierte bis zum 8. März schriftlich bei der Unteren Naturschutzbehörde, Bad Wörishofer Straße 33, 87719 Mindelheim oder per E-Mail an naturschutz@lra.unterallgaeu.de. (MK)

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