Landtagspräsidentin Ilse Aigner beim CSU-Neujahrsempfang

„Es wird ein spannendes Jahr“

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Landtagspräsidentin Ilse Aigner hielt die Festrede beim Neujahrsempfang der CSU Memmingen.

Memmingen - Mit einem großen Festakt feierte die Memminger CSU im Foyer der Stadthalle ihren Neujahrsempfang. Als prominente Festrednerin sprach Landtagspräsidentin Ilse Aigner über kommende Herausforderungen und rückte insbesondere die im Mai anstehende Europawahl in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Annette Weber (Akkordeon) und Johnny Ekkelboom (Klarinette.)

CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek dankte der Staatsministerin für ihren erneuten Besuch in der Maustadt innerhalb weniger Tage und sagte „ein spannendes Jahr“ voraus. „Es ist wichtig, Signale zu setzen. Wir müssen nach außen verstärkt zeigen für was wir stehen, müssen die Probleme der Menschen ernst nehmen und Hilfestellung anbieten. Bayern ist ein starkes Land. Aber wir richten unseren Blick auch verstärkt nach Brüssel. Die anstehenden Europawahlen im Mai sind entscheidend für unsere weitere Zukunft“, so Holetschek. 

Aktuelle Entwicklungen

„Ich empfinde ihren Besuch als Wertschätzung unserer Stadt“, hieß Oberbürgermeister Manfred Schilder die Landtagspräsidentin willkommen. Und informierte im Anschluss über aktuelle Entwicklungen in Memmingen. Die Wirtschaft gehe es gut, es herrsche nahezu Vollbeschäftigung und es werde weiterhin viel investiert. Neben der zeitaufwändigen Sanierung der alten Stadtmauer als erhaltenswertes und kulturelles Denkmal der Stadt stehe der Umbau des Bahnhofareals im Fokus. Die Einweihung des neuerbauten Feuerwehrhauses in Amendingen werde demnächst mit einem „Tag der offenen Tür“ gefeiert und in Steinheim laufe der Umbau des Zehntstadels auf Hochtouren. Bis Mai erwarte man zudem die Vorlage einer Kostenschätzung für den Bau des neuen Ganzjahresbades. Und mit einem parteiübergreifenden Antrag wolle man die unterbrochenen Gespräche für eine Klinikenfusion wieder in Gang bringen, so der OB. 

Friedenskontinent Europa

„Politik ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft“, so Landtagspräsidentin Aigner. „Wir können auf eine erfolgreiche Wirtschaft blicken und dürfen seit nunmehr über 70 Jahren in Europa in Frieden und Freiheit leben“. Der europäische Kontinent sei heute, nach so viel Krieg und Elend in der Vergangenheit, ein Friedenskontinent. „Dafür müssen wir dankbar sein und weiterhin alles tun, dass dies auch so bleibt“, so Aigner. Dank kluger Politik habe man die Teilung des Landes überwunden. Deutschland sei ein demokratischer Rechtsstaat mit einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft. Unser Grundgesetz, das dieses Jahr 70 Jahre alt wird, sei hoch aktuell und eine der modernsten und fortschrittlichsten Verfassungen weltweit. Dies, so Aigner weiter, war wichtig für unsere erfolgreiche Entwicklung. Heute könne man stolz sein auf das Erreichte und auf einen nie gekannten Wohlstand. Deutschland sei ein wirtschaftlich starkes und offenes Land mit vielen Freunden in der Welt. 

Herausforderungen der EU

Sorge bereitet der Landtagspräsidentin hingegen die Entwicklung in Ländern, die traditionell zu diesen Freunden zählen. Denn wenn die Präsidenten der USA oder der Türkei sich zunehmend als Nationalisten und Populisten gebärden, dann betreffe das auch uns. Und die Brexit-Entscheidung der Briten stelle auch uns vor große Herausforderungen. In Deutschland sind dadurch rund 100 000 Arbeitsplätze, insbesondere in der Automobilindustrie, gefährdet, so Aigner. Die 27 verbleibenden Staaten in der EU stehen vor großen Herausforderungen. Daher sei es wichtig, bei der anstehenden Europawahl die Weichen richtig zu stellen. Diese Wahl im Mai werde zu einer Richtungswahl, stellte in seinem Schlusswort auch der Memminger JU-Vorsitzende und CSU-Listenkandidat für die Europawahl, David Stiegeler, klar. Das Vertrauen in die EU ist aus seiner Sicht erschüttert. Er rief daher die Menschen dazu auf zur Wahl zu gehen und sich mit ihrer Stimme für ein gemeinsames Miteinander unter friedliebenden Völkern zu entscheiden. „Wir wollen Europa in eine gute Zukunft führen“, so Stiegeler. (jw)

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