„Gemeinsam viel vorangebracht“

Leutkirch feiert Neujahrsempfang und vergibt Bürgerpreis

Eintrag der beiden Preisträger Gerd Heine und Rosalie-Maria MillerWeber (sitzend von links) in das Goldene Buch der Stadt. Im Hintergrund stehend Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, Gisela Heine und Hermann Miller.
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Eintrag der beiden Preisträger Gerd Heine und Rosalie-Maria MillerWeber (sitzend von links) in das Goldene Buch der Stadt. Im Hintergrund stehend Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, Gisela Heine und Hermann Miller.

Leutkirch - Zum Neujahrsempfang lud Leutkirch Bürgerinnen und Bürger, darunter zahlreiche ehrenamtlich engagierte Helferinnen und Helfer verschiedener Vereine und Organisationen, in die Festhalle ein. Höhepunkte des Abends waren ein Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2018 und ein Ausblick auf das kommende Jahr sowie die Verleihung der Bürgerpreise 2019 für herausragendes bürgerliches Engagement.

Nach dem musikalischen Auftakt durch den Jugendchor der SE Alpenblick hieß Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle die zahlreichen Gäste und Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Geistlichkeit in der bis auf den letzten Platz gefüllten Festhalle herzlich willkommen. Einen besonderen Gruß richtete er an die 227 neuen Erdenbürger, die 2018 geboren wurden und die die Einwohnerzahl Leutkirchs, zusammen mit weiteren Neuzugängen, auf einen neuen Höchststand zum 31. Dezember 2018 von 23.308 hoben. „Ich bin sehr froh, dass wir zum zehnten Mal in Folge den Neujahrsempfang zu einem „Abend für das Ehrenamt“ machen und damit das großartige bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt angemessen würdigen“, betonte Henle. 

Er dankte all den engagierten Menschen die sich einbringen, gestalten und die Stadt voranbringen. „Dieser Abend soll ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung sein für das, was Sie zum Wohl unserer Gemeinschaft leisten. Seien Sie weiterhin Vorbilder, ermutigen Sie andere dazu, sich einzubringen“, so der Rathauschef weiter.

 „Ein ereignisreiches und zwiespältiges Jahr 2018 liegt hinter uns“, so das Stadtoberhaupt in seiner Rückschau auf 2018. „Millionen Menschen auf der Flucht, Dauer-Kopfschütteln über US-Präsident Trump, inkompetente Brexit-Verhandlungen in Großbritannien, unklare politische und wirtschaftliche Verhältnisse in Italien und Sorgen über die Entwicklungen in Syrien und der Ukraine“. Trotzdem ging es weltweit auch gut voran. „Nie zuvor lebte ein so großer Teil der Menschen in Frieden und Wohlstand.“ 

Auch in Leutkirch dürfe man sehr zufrieden sein. 2018 war geprägt durch Vollbeschäftigung, große Investitionen der Wirtschaft und die lang ersehnte Eröffnung des Ferienparks Allgäu. In einer umfangreichen Powerpoint Präsentation ließ der Rathauschef all die verwirklichten Projekte nochmals Revue passieren und blickte auch durchaus optimistisch in die Zukunft. „Wenn man sich die Situation unserer Firmen, die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Finanzsituation der öffentlichen Haushalte in Deutschland, besonders auch in Baden-Württemberg betrachtet, dann können wir mit Optimismus und Zuversicht in die Zukunft blicken. Lassen Sie uns auch 2019 wieder gemeinsam die Ärmel hochkrempeln für unsere Mitmenschen und für unsere Stadt – gemeinsam werden wir es wiederum schaffen, dass die Mitmachstadt Leutkirch weit über unsere Region hinaus strahlt und für überregionale Aufmerksamkeit sorgt." 

Höhepunkt des Abends war die anschließende Verleihung der Bürgerpreise der Bürgerstiftung an Rosalie-Maria Miller-Weber und Gerd Heine. Die vielfältig engagierte Miller-Weber, Mitbegründerin und Stiftungsrätin der Bürgerstiftung Leutkrich (Motto „Die Welt lebt von den Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“), hat sich seit vielen Jahren für die Stadt und die Menschen verdient gemacht. „Ich freue mich sehr, dass ich den Bürgerpreis 2019 der Stadt Leutkirch an eine Macherin mit Blick auf das Menschliche verleihen darf und Frau Miller-Weber für ihre großartigen Leistungen für unsere Stadt und unsere Region auszeichnen darf“, so der Oberbürgermeister in seiner Laudatio. 

Ähnliches trifft auch auf den zweiten Preisträger, Gerd Heine, zu. „Er hält keine großen Reden – er ist ein Mann der Tat!“ In den zurückliegenden Jahren habe er sich zusammen mit seiner Frau ganz enorm in der Flüchtlingshilfe im Helferkreis Asyl mit Schwerpunkt Betreuung des Fahrradfuhrparks engagiert. Er hat Wohnungen eingerichtet und Workshops zur Berufsfindung organisiert. Er organisierte zudem die Radreiseregion Württembergisches Allgäu, war Betreuer für die Leutkircher Loipen und mittlerweile bereits seit über 40 Jahren in den verschiedensten Funktionen für die TSG 1847 Leutkirch sowie der Abteilung Ski tätig. „Er ist ein leuchtendes Beispiel für ein allumfassendes Engagement in unserer Stadt. Ich freue mich, dass ich den Bürgerpreis an Gerd Heine überreichen darf“, so der Oberbürgermeister. (jw)

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