Eine von zehn Kommunen in Baden-Württemberg

Leutkirch macht den „Fußverkehrs-Check“

+
Verkehrsminister Winfried Herrmann (rechts) gratuliert Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle zur Teilnahme am Fußverkehrs-Check 2019.

Leutkirch - Die Stadt Leutkirch im Allgäu wurde für die Teilnahme an den „Fußverkehrs-Checks 2019“ ausgewählt, die vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg finanziert werden.

„Es ist sehr positiv, dass wir schon mit der ersten Bewerbung in die Auswahl gekommen sind“, freut sich Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle. „Wir wollen den Fußverkehr in Leutkirch mit diesem Projekt besonders in Hinblick auf die Themen Aufenthaltsqualität, Fußgängerfreundlichkeit und Barrierefreiheit in der Innenstadt begutachten. Da wir aktuell auch bei der Vorbereitung für das neue Fußgängerleitsystem und des neuen Stadtsanierungsgebietes sind, kommt dies auch in zeitlicher Hinsicht gerade rechtzeitig.“

Bei den Fußverkehrs-Checks bewerten Bürger, Politik und Verwaltung gemeinsam die Situation vor Ort. Gestartet wird mit einem Auftaktworkshop vor den Sommerferien, bei dem eine erste Bestandsanalyse gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Verbänden sowie den Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt wird. Im Juli oder September geht es dann zu Fuß durch ein bis zwei Quartiere und es werden vor Ort die Schwachstellen ermittelt und mögliche Lösungsansätze diskutiert. Im Anschluss werden auf dieser Basis Maßnahmenvorschläge zur Fußverkehrsförderung entwickelt, die auf einem Abschlussworkshop vorgestellt und erörtert werden. In der Umsetzung des Projekts wird Leutkirch vom Fachbüro „Planersocietät“ unterstützt. Die Kosten für die Untersuchung und die Workshops trägt das Land Baden-Württemberg.

Die Fußverkehrs-Checks werden vom Land Baden-Württemberg seit 2015 durchgeführt und 42 Städte und Gemeinden haben bislang daran teilgenommen. Dabei haben sich die Fußverkehrs-Checks als sinnvolles Instrument erwiesen, um in Kommunen für die Belange des Fußverkehrs zu sensibilisieren. Ziel der Checks ist es, den Fußverkehr in Politik und Verwaltung wieder als eigenständige und wichtige Mobilitätsform ins Bewusstsein zu rücken. Bis 2030 sollen landesweit 30 Prozent aller Wege zu Fuß zurückgelegt werden.

Die Auswahl der Kommunen hat eine Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinde- und des Städtetags Baden-Württemberg, der Universität Stuttgart, des Fachverbands FUSS e. V., der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sowie des Ministeriums für Verkehr vorgenommen. Entscheidend für die Auswahl war eine möglichst große Bandbreite von Fußverkehrsthemen, aber auch die Einbeziehung des diesjährigen Themenschwerpunkts „Gehen – sitzen - spielen“. Darüber hinaus wurden bei der Auswahl Kommunen mit unterschiedlicher Größe, Topographie und Erfahrung im Bereich der Fußverkehrsförderung berücksichtigt. 

Weitere Informationen: vm .baden-wuerttemberg.de/de/mobilitaet-verkehr/fussverkehr/fussverkehrs-checks (MK)

Auch interessant

Meistgelesen

Brand in Memmingen: 29-Jähriger gestorben
Brand in Memmingen: 29-Jähriger gestorben
Memmingen: Akkubrand bei Fahrradhändler
Memmingen: Akkubrand bei Fahrradhändler
Heidrun Bauer erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
Heidrun Bauer erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
Bad Grönenbach: Dritter Milchviehbetrieb wurde durchsucht
Bad Grönenbach: Dritter Milchviehbetrieb wurde durchsucht

Kommentare