„Mehr Komfort für Parkplatz-Nutzer“

Leutkirch startet das Handyparken

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Die Demonstration des neuen Handyparkens am Parkscheinautomaten (von links): Thomas Stupka (Verwaltung), Berthold Nunnenmacher (Ordnungsamt), Bernd Rebholz (Verwaltung), Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und Odo Veuskens (Vertreter EasyPark GmbH).

Leutkirch - Seit 15. August bietet die Stadt Leutkirch das Handyparken als Alternative zum Ticketkauf am Parkscheinautomaten an. Leutkirchs Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und Vertreter der Entwicklungsfirma EasyPark GmbH stellten das neue Parksystem jetzt anlässlich eines Pressegesprächs in allen Einzelheiten vor.

„Wer mit dem Auto in Leutkirch unterwegs ist, kann jetzt sein Parkticket mit dem Smartphone bezahlen. Die Vorteile für Autofahrer: Sie müssen kein Kleingeld mehr für den Parkscheinautomaten bereithalten. Stattdessen können sie mit der EasyPar-App die Parkzeit ganz nach Bedarf starten, verlängern oder beenden. Überzahlung oder eiliger Ticketnachkauf am Automaten kommen nicht mehr vor. Strafzettel lassen sich mit einem Verlängerungsklick vermeiden“, so Odo Veuskens von der Entwicklungsfirma EasyPark GmbH. 

Und so funktioniert das Handyparken: 

Einfach die EasyPark-App auf das Smartphone laden und eine Bezahlmethode auswählen (Lastschrift, Kreditkarte, PayPal). Dann den Parkvorgang mit einem Fingertipp starten, beenden oder innerhalb der Höchstparkdauer verlängern. Abgerechnet wird minutengenau. Die ersten Schritte zum Handyparken zeigen auch die Aufkleber an jedem Parkscheinautomaten. 

Eine Alternative zur App ist die Anruf-Funktion von EasyPark. Dafür müssen sich die Nutzer zunächst registrieren auf www.easypark.de oder unter der Servicenummer 0221 260 1888. Danach können sie per Anruf einen Parkvorgang starten und jederzeit wieder beenden. Die Abrechnung der Parkgebühren erfolgt über die ausgewählte Bezahlmethode. 

Die dritte Möglichkeit ist die SMS-Funktion. Dafür senden die Nutzer eine SMS mit der Parkzone, dem Kfz-Kennzeichen und der gewünschten Parkdauer an die 44077. Die Kontrolleure prüfen mithilfe einer Datenbank, für welche Autokennzeichen Parkzeiten gebucht wurden. Die Transaktionskosten pro Parkvorgang betragen 15 Prozent der Parkgebühr, jedoch mindestens 20 Cent, zuzüglich der am Parkscheinautomaten ausgewiesenen kommunalen Parkgebühren. Für Firmenkunden gibt es individuelle Modelle, beispielsweise eine Flatrate. Die monatliche Rechnung mit der Auflistung aller Parkvorgänge geht direkt an die Buchhaltung der Firma. 

Weitere Funktionen der App

Die Kartenfunktion zeigt die aktuelle Parkzone. Der Nutzer braucht nur einmal sein Kennzeichen angeben, später wählt er einfach das abgespeicherte Fahrzeug. 15 Minuten vor Ablauf des digitalen Parkscheins meldet sich die App per Push-Nachricht oder SMS-Erinnerung. Die App warnt, wenn das Auto vom Parkplatz gefahren wird, während der Parkvorgang noch läuft. Die App listet alle Parkvorgänge auf. Für jede Transaktion gibt es eine digitale Quittung. Der Nutzer kann bequem zwischen privaten und geschäftlichen Kundenkonten wechseln – praktisch, falls man auch beruflich mit dem Auto unterwegs ist. 

Der digitale Park-Service läuft bereits seit 2001 und wurde zwischenzeitlich in mehr als 700 Städten in dreizehn Ländern eingeführt. „Die Idee, uns mit der Möglichkeit des Handyparkens näher zu beschäftigen, wurde im Zuge der Diskussion über das Parkleitsystem aufgegriffen“, erklärte Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle bei der Vorstellung des neuen Parksystems. „Dass Handyparken eine echte Alternative zum Ticketkauf am Parkscheinautomaten bedeutet, wurde uns schnell bewusst. Damit war klar, dass dieses System der EasyPark GmbH auch bei uns eingeführt werden sollte. Es bedeutet einfach mehr Komfort für Parkplatznutzer.“ (jw)

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