Offizielle Eröffnungsfeier bei unwirtlichem Wetter

Das Quartierszentrum »neuer« Machnigplatz

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Trotz des scheußlichen Wetters waren zahlreiche Quartiersbewohner am Sams­tag zur Eröffnung des »neuen« Machnigplatzes gekommen.

Memmingen - Der deprimierende Dauerregen dieses nasskalten »Sommers« machte zumindest eine kleine Pause zur offiziellen Eröffnung des neugestalteten Machnigplatzes. In Anbetracht der ungünstigen Wetterlage, die bereits zur Absage des anschließend geplanten Stadtteilfestes geführt hatte, verzichteten Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und MEWO-Vorstand Hans-Peter Fischer auf ihre Ansprache und überließen nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Anwohner und Ehrengäste die »Bühne« der fröstelnden »Kolibri«-Kindergruppe und ihrer trotz allem fröhlichen musikalischen Darbietung.

Im Rahmen des Städtebauförderprogramms »Soziale Stadt«, das vor sieben Jahren im Memminger Westen begonnen wurde, ist das Areal an der Machnigstraße mit dem Geschäftszentrum und dem bis zur Theodor-Heuss-Schule reichenden Platz um- und neugestaltet worden. Die Baumaßnahme, die mit einem symbolischen Spatenstich im Mai letzten Jahres begonnen wurde, umfasst die Erneuerung des Plattenbelages, die Sanierung des Brunnens und die Neugestaltung der Fassaden der Ladenzeile, die im Zuge der Sanierung auch eine Wärmedämmung erhielt. Außerdem wurde der Eingangsbereich der Grundschule, der jetzt mit dem Machnigplatz eine Einheit bildet, komplett neu angelegt und mit Bäumen und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Um einen barrierefreien Zugang zur Schule und zu den Geschäften zu ermöglichen, wurde der Platz angehoben. Der erweiterte Parkplatz wird künftig Abstellmöglichkeiten für 62 statt bisher 55 Fahrzeuge bieten. Er ist so angelegt, dass dort künftig auch Feste gefeiert werden können – leider fiel das erste Stadtteilfest dem schlechten Wetter zum Opfer. Für das Lehrerkollegium der Theodor-Heuss-Schule sind schon im Vorfeld der Umgestaltung 14 neue Parkplätze an der Naumburger Straße geschaffen worden. Mit der Neugestaltung des Machnigplatzes war Landschaftsarchitektin Lucia Schnug beauftragt worden, die bereits einige Maßnahmen im Memminger Westen durchgeführt hat, für die Aufwertung der Fassaden zeichnete MEWO-Architektin Waltraud Lindner verantwortlich. Beide Damen erhielten Blumen als Anerkennung für ihre Leistung. Mit der Bauausführung war das Memminger Bauunternehmen Kutter beauftragt. Zu den Gesamtkosten der gelungenen Baumaßnahme in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro erhält die Stadt einen Zuschuss von 420.000 Euro aus dem Fördertopf. Mit dem Städtebauförderprogramm »Soziale Stadt« soll die Lebensqualität in Memmingens Stadtteil mit dem höchsten Ausländeranteil nachhaltig verbessert werden. Neben Projekten, Veranstaltungen und Festen, die das Zusammenwachsen der Bewohner aus verschiedenen Nationen fördern, wird auch die Wohnqualität durch die Verschönerung von öffentlichen Plätzen, Spielplätzen und Eingangsbereichen der Wohnblocks und Hochhäuser maßgeblich gesteigert, die überwiegend von der Memminger Wohnungsbaugenossenschaft in den 1970-er Jahren erbaut worden sind. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen im Bereich »Soziale Stadt« hat die MEWO bereits durchgeführt. Der Machnigplatz – Zentrum des Memminger Westens – erhielt im Rahmen der Eröffnungsfeier jetzt auch ein offizielles Straßenschild, das Schüler der Theodor-Heuss-Schule bereits mit Buchstaben angekündigt hatten. (ma)

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