Marianum als „Fair Trade School“ ausgezeichnet

Die Welt ein Stück besser machen

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Trommelshow mit Recup-Bechern beim Festakt im Theatersaal des Marianums.

Buxheim – Fair Trade School ist eine Kampagne von TransFair, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wird. Sie hat das Ziel, Schulen in Bezug auf Fairen Handel zu unterstützen, um nachhaltige Entwicklung möglichst im gesamten Schulleben umzusetzen.

Fünf Kriterien müssen für die Auszeichnung erfüllt werden: Die Gründung eines Fairtrade-Schulteams, das Erstellen eines Fairtrade-Kompasses, der Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule, der faire Handel muss im Unterricht behandelt werden und mindestens einmal im Schuljahr muss es eine Schulaktion zum Thema Fairtrade geben. 

All diese Kriterien hat das Marianum laut Fairtrade-Referentin Carina Bischke aus Erding mehr als erfüllt. Beim Festakt im Theatersaal des Marianums freute sie sich, dass die Schule sehr schöne, kreative Ideen entwickelt habe. Sie mahnte allerdings auch an, dieses Siegel als Motivation zu sehen und nicht nachzulassen, sich für eine bessere Welt einzusetzen. Der Faire Handel mache Spaß und unterstütze die Bauern vor Ort. 

Es gibt inzwischen 453 Fair-Trade-Schulen in Deutschland und das Marianum gehört jetzt auch dazu. Mit Blick auf den Buxheimer Bügermeister regte Bischke an, das Marianum könne doch auch ein Vorbild für die Gemeinde Buxheim sein, damit diese Fairtrade-Gemeinde werde, was von den Schülern mit Applaus befürwortet wurde. Auch Schulleiter Pater Erhard Staufer mahnte an, sich jetzt nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern sich weiter dafür einzusetzen, die Welt ein Stück besser zu machen. 

Mit den entsprechenden Klassen stellte er dann die Workshops zum Thema Nachhaltigkeit vor. Dabei gab es unter anderem Upcycling von Landkarten, Spielsachen aus Karton, Windlichter aus Blechbüchsen und sogar Fußbälle aus alter Wolle. Eine Gruppe warb auf der Bühne mit einem interessanten Kaffeebecher-Trommelstück für wiederverwendbare Coffee-to-go-Becher und eine Theatergruppe der Schule führte ein kleines Stück „Das Gericht der Tiere“ auf. 

Der Landtagsabgeordnete Klaus Holetscheck lobte in seiner Ansprache die großartige Leidenschaft, mit der das Marianum hinter diesem gerechten Gedanken stehe. „Wenn es Menschen gibt wie euch, die weiter denken und über den Tellerrand oder auch den Kirchturm hinausschauen, dann wird es einem nicht Bange um die Zuskunft. Wir reden in unserem Land viel über die Flüchtlinge, aber noch zu wenig über die Fluchtursachen, die ihr heute mit dem Fairtrade-Gedanken angeht“, so Holetschek. 

Landrat Hans-Joachim Weirather bedauerte, dass es in den 1970er Jahren, als er zur Schule ging, solche Aktionen noch nicht gab, und lobte das Engagement sowohl der Lehrerschaft als auch der Schüler. „Ihr habt euch diese Urkunde redlich verdient“, so der Landrat. Weirather regte an, im Sinne nachhaltiger Mobilität den Buxheimer Bahnhof wieder zu öffnen, was ebenfalls großen Applaus erntete. Buxheims Bürgermeister Wolfgang Schmidt lobte die Schülerinnen und Schüler mit den Worten „Ihr seid spitze“. Es sei ihm Ehre und Freude zugleich, heute hier gratulieren zu dürfen, gerade weil Nachhaltigkeit in unserer schnelllebigen Zeit von hoher Bedeutung sei. (ew)

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