Ottobeuren ist auf einem guten Weg

Bürgerversammlung der Marktgemeinde Ottobeuren

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Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war der Besuch von Angela Merkel in Ottobeuren. Bürgermeister German Fries verurteilte allerdings die Demonstrationen der AfD.

Ottobeuren – Die diesjährige Bürgerversammlung der Marktgemeinde Ottobeuren fand traditionell wieder im Hirschsaal statt. Bürgermeister German Fries informierte die interessierten Bürgerinnen und Bürger mit Zahlen und Fakten über die Entwicklung der Marktgemeinde im abgelaufenen Jahr und nahm anschließend auch Wünsche und Anträge der Bürger entgegen.

Bürgermeister German Fries stand den Fragen der Bürger Rede und Antwort.

Eine alternde Gesellschaft. Dieser bundesweit zu beobachtenden demografischen Entwicklung kann sich auch Ottobeuren nicht entziehen. Trotz allem ist die Einwohnerzahl kontinuierlich gewachsen - auf aktuell 8.914 Personen (inklusive Zweitwohnungen und Ortsteile). Was man an den höheren Geburtenzahlen sowie den Zuzügen in die Marktgemeinde sieht. Einen Zuwachs gab es ebenfalls bei den Kindergartenkindern (von 259 auf 271) und die Zahl der Grundschüler stieg von 292 auf 303. Der Bedarf an Krippenplätzen wächst, hier müsse der Markt noch aktiver werden.

Tourismus im Aufwind

Wie Bürgermeister German Fries weiter berichtete, zeigt sich die allgemein positive Entwicklung auch im Bereich des Tourismus. So stiegen die Übernachtungszahlen auf insgesamt 99.634 (Plus 3,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahr und die Gästeankünfte konnten sogar ein Plus von 4,6 Prozent auf jetzt 49.879 verzeichnen. Die zur Verfügung stehende Bettenzahl belief sich zum Ende 2018 auf 725.

Ein Blick in die Finanzen

Einen leichten Rückgang verzeichnet hingegen der Gesamthaushalt mit 26,368 Millionen Euro, gegenüber 26,54 Millionen Euro im Vorjahr. 17,23 Millionen Euro beträgt der Verwaltungs- und 9,12 Millionen Euro der Vermögenshaushalt. Zuwachs ist bei den Steuereinnahmen zu erwarten: Bei anhaltend guter Konjunktur steigen die Einnahmen bei der Gewerbesteuer auf 3,8 Millionen Euro sowie der Lohnsteuer auf 5,4 Millionen Euro.

Investitionen und Kredite

Auch Investitionen in Höhe von 8,27 Millionen Euro stehen auf der Agenda der Marktgemeinde. Die Wasserversorgung (2,3 Millionen Euro) sowie Straßenbaumaßnahmen und Erschließungen (eine Million Euro) schlagen als größte Posten zu Buche. Auch der Anteil am Neubau der Gemeindehäuser (600.000 Euro), der Tiefgarage Luitpoldstraße (500.000 Euro), der innerörtliche Hochwasserschutz (435.000 Euro) sowie die Kanalsanierungen (711.000 Euro ) sind hohe Aufwendungen, die von Gemeindeseite aufgebracht werden müssen. Mit einer Kreditaufnahme in Höhe von 2,7 Millionen Euro steigt der Schuldenstand auf 6,98 Millionen Euro. Was letztendlich zu einer Erhöhung der pro Kopf Verschuldung auf 832 Euro führt. Anhand einer Präsentation zeigte Bürgermeister German Fries die Entwicklungsoptionen, einschließlich des geplanten Interkommunalen Gewerbegebiets an der Autobahn, auf. Er wies zudem auf den Sinn einer Außenbereichssatzung für die Rechtssicherheit nicht privilegierter Bauwerber hin.

Besuch der Kanzlerin

Die Marktgemeinde konnte auch im vergangenen Jahr auf eine Vielzahl an Veranstaltungen zurückblicken. Das Highlight 2018 war - laut Fries - sicherlich der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er verurteilte vor allem die Störfeuer der demonstrierenden AfD. Auch auf die Macht der verwendeten Bilder nahm der Ottobeurer Bürgermeister Bezug und rief die Besucher zur Einhaltung demokratischer Normen und Werte auf.

Tempo-30-Zonen und Schneechaos

Am Ende der Veranstaltung standen die Wünsche und Anträge der Bürger auf dem Programm. Eines der heftig diskutierten Themen war die Einführung von Tempo-30-Zonen, die von zahlreichen Ottobeurern wegen der dort herrschenden hohen und gefährlichen Verkehrsbelastung gewünscht werden. Auch die (nach Meinung einiger Bürger) „unzureichende” Schneeräumung durch den Bauhof kam dabei zur Sprache. Verärgerte Anwohner der Breslauer Straße machten ihrem Unmut Luft, da der Winterdienst speziell in „ihrer“ Straße nicht zufriedenstellend im Einsatz gewesen sei. (jw)

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