Mehr Radler in die Stadt

Memmingen soll noch fahrradfreundlicher werden

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Geht es nach dem Willen der Stadträte soll sich der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehrsaufkommen bis 2025 auf 30 Prozent erhöhen. 

Memmingen – Der I. Senat des Memminger Stadtrates hat sich in jüngster Sitzung mit dem Anteil der Radfahrer am gesamten Verkehrsaufkommen befasst. Derzeit liegt dieser bei 25 Prozent. Geht es nach dem Willen der Stadträte, soll sich die Zahl bis 2025 auf 30 Prozent erhöhen.

Die Stadt Memmingen ist Gründungsmitglied der 2012 ins Leben gerufenen Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V. (AgfK), deren zentrales Anliegen die feste organisatorische Verankerung der Radverkehrsförderung als einen wesentlichen Baustein zukünftiger umweltfreundlicher Mobilitätsentwicklung ist, so Gernot Winkler vom Tiefbauamt. Die Stadt fördere den Radverkehr bereits in besonderem Maße und verpflichte sich, sich durch die AgfK als „Fahrradfreundliche Kommune“ zu zertifizieren. Die Vorbereitung zur Zertifizierung habe die positiven Entwicklungen in Sachen Radverkehr gewürdigt und den Handlungsbedarf aufgezeigt, so Winkler weiter. Die Infrastruktur sei umfangreich vorhanden und in einem guten Zustand. Allerdings müsse das Thema Radverkehr noch stärker in den öffentlichen Fokus gerückt werden. 

Winkler empfiehlt in diesem Zusammenhang eine bessere Vermarktung über das touristische Vermarktungskonzept. Zudem werde ein Radverkehrskonzept erstellt, das die infrastrukturellen Defizite und das Potenzial aufzeichnet. Eine Erhebung aus dem Jahre 2016 habe ergeben, dass der Radverkehrsanteil mit 25 Prozent am Gesamtverkehr bereits sehr hoch sei, so der Chef des Tiefbauamts. Bayernweit liege der Radfahreranteil bei etwa zehn Prozent. Oberbürgermeister Manfred Schilder betonte, der Radverkehr müsse mehr Aufmerksamkeit bekommen und in das Netz Allgäuer Radwege eingebunden werden. Man sei auch mit dem Investor des Bahnhofsareals, Ten Brinke, im Gespräch, einen Fahrradverleih, eventuell mit E-Bikes, in das Bauvorhaben zu integrieren. 

Kritik gab es an den Messungen des Radverkehrs. Prof. Dr. Dieter Buchberger (ÖDP) fragte an, wie oft und wo gemessen wurde. Bisher habe es nur die eine Erhebung vom Büro Brenner in 2016 gegeben, antwortete Winkler. Mehr Messungen seien nicht nötig. Maria Schmölzing (CSU) zweifelte die gemessenen Zahlen an. Wenn man die vollen Parkhäuser und den Straßenverkehr beobachte, könne man sich nicht vorstellen, dass der Radanteil am Gesamtverkehr bereits bei 25 Prozent liegen soll, so die Stadträtin.(ew)

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