Mit Herzblut um die Opfer gekümmert

Memmingen: Dr. Christoph Ebert zum Oberstaatsanwalt ernannt

Der leitende Oberstaatsanwalt Dr. Christoph Ebert, seine Vorgängerin Renate Thanner, Oberbürgermeister Manfred Schilder und der bayerische Justizminister Georg Eisenreich beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Memmingen.
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Der leitende Oberstaatsanwalt Dr. Christoph Ebert, seine Vorgängerin Renate Thanner, Oberbürgermeister Manfred Schilder und der bayerische Justizminister Georg Eisenreich beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Memmingen.

Memmingen – Oberstaatsanwälte aus ganz Südbayern fanden den Weg nach Memmingen, um dem Festakt zur Ernennung von Dr. Christoph Ebert zum Oberstaatsanwalt und der Verabschiedung seiner Vorgängerin Renate Thanner beizuwohnen. Die feierliche Ernennung Eberts übernahm Bayerns Justizminister Georg Eisenreich, der sich bei dieser Gelegenheit auch in das Goldene Buch der Stadt eintrug.

Über zehn Minuten brauchte Oberstaatsanwalt Johann-Peter Dischinger in seiner Begrüßung, um die Liste der Ehrengäste vorzulesen, die zur Feierstunde in den Kreuzherrnsaal gekommen waren. Geschuldet war dieser große „Andrang“ nicht zuletzt der Tatsache, das Bayerns Justizminister Georg Eisenreich, der wegen eines Staus auf der Autobahn mit 20-minütiger Verspätung eintraf, die Ernennung durchführte.

Oberbürgermeister Manfred Schilder dankte zuerst der scheidenden Oberstaatsanwältin a. D. Renate Thanner, die vor ihrem Ruhestand vier Jahre lang die Memminger Staatsanwaltschaft leitete. „Sie haben die Staatsanwaltschaft geprägt, ihr ein Gesicht gegeben und mit ihrer gelassenen Art sind sie auf eine hohe Akzeptanz gestoßen“, so der Rathauschef in seiner Ansprache. Dem neuen Oberstaatsanwalt Ebert bescheinigte Schilder eine hohe Führungsqualität, die er schon als stellvertretender Oberstaatsanwalt unter Beweis gestellt habe.

Zu allen Tages- und Nachtzeiten im Einsatz

Auch Bayerns Justizminister Georg Eisenreich bedankte sich bei Renate Thanner für ihr Engagement. Sie blicke auf eine beeindruckende Laufbahn zurück und habe sich nicht nur um die Verbrechensbekämpfung, sondern auch immer mit Herzblut um die Opfer gekümmert. Zu allen Tages- und Nachtzeiten sei sie im Einsatz gewesen und deshalb schon mit der „Staatsanwältin aus dem Münsteraner Tatort“ verglichen worden, so Eisenreich weiter.

Den neuen Oberstaatsanwalt Ebert bezeichnete der Justizminister als einen fachlich kompetenten Mann mit großer Erfahrung, der engagiert und sehr gewissenhaft arbeite. Ebert sei ein würdiger Nachfolger und er scheue sich mit seinen pädagogischen Fähigkeiten auch nicht, zusätzliche Aufgaben anzunehmen, so Eisenreich. Für die vielfältigen Aufgaben von Staatsanwaltschaft und Polizei brauche man aber auch eine starke Politik, die hinter ihren Institutionen stehe. „Und die haben wir auch“, konstatierte Eisenreich.

„Nicht einmal ein Löschblatt passte zwischen uns“

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete sich Renate Thanner von ihren ehemaligen Kollegen bei der Memminger Staatsanwaltschaft. Schon im vergangenen Dezember hat sie ihren Ruhestand angetreten und „genießt jetzt jeden einzelnen Morgen in ihrer neuen Freiheit“. Thanner bedankte sich auch ausführlich bei ihren ehemaligen Kollegen und bezeichnete es als „unglaubliches Glück so zahlreiche helfende Hände gehabt zu haben“.

Der neue Oberstaatsanwalt Ebert berichtete in seiner Ansprache von seinen bisherigen beruflichen Stationen und erzählte, dass er schon im Alter von 14 Jahren wusste, dass er Jura studieren werde. Auch Ebert lobte die Arbeit seiner Vorgängerin Thanner und ergänzte, zwischen ihr und ihm hätte „nicht einmal ein Löschblatt gepasst“, so gut sei die Zusammenarbeit gewesen. Der neue Chef des Memminger Landgerichts hob zum Abschluss noch hervor, dass nicht die Gesetze im Mittelpunkt der Arbeit von Juristen stünden, sondern der Mensch. Und um es mit den Worten von Aristoteles zu sagen: „Wir haben das Glück, den Bürgern zu dienen.“ (ew)

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